Er siedelt sich im Bauchraum an, bleibt lange unauffällig und wird oft erst dann erkannt, wenn er bereits fortgeschritten ist: Magenkrebs, auch Magenkarzinom genannt. Er zählt zwar zu den selteneren Krebserkrankungen, ist aber wegen seiner diffusen Symptome und oft erst späten Diagnose besonders tückisch. Das weiß aus Erfahrung auch Prof. Dr. Tim Vilz. Der 48-Jährige ist seit Kurzem Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Campus Benjamin Franklin der Charité Berlin. Er operiert regelmäßig Menschen mit Magenkrebs – darunter auch Patienten mit seltenen erblichen Tumorsyndromen wie der sogenannten CDH1-Mutation.

Herr Professor Dr. Vilz, wie häufig ist Magenkrebs heute noch?

Prof. Dr. Tim Vilz: Magenkrebs ist im Vergleich zu anderen Krebsarten glücklicherweise selten – und die Häufigkeit nimmt in Europa ab. Trotzdem bleibt es eine sehr ernste Erkrankung, weil sie oft spät erkannt wird und die Prognose dann deutlich schlechter ist.

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