• Unsere Autorin bekam schon in jungen Jahren die Diagnose PMOS (früher PCOS)
  • Die Hormonstörung verursachte nach dem Absetzen der Pille heftige Symptome
  • Warum sie sich eine neue Ärztin suchte und wie sie die Krankheit in den Griff bekam

Jeden Morgen das gleiche Ritual: Ich öffne den Beutel mit dem weißen Pulver, löse es in einem Glas Wasser auf und nehme dazu meine Omega-3- und Multivitamin-Tablette. Zügig spüle ich das Gemisch runter. Jeden Morgen. 50 Euro zahle ich im Monat für diese Nahrungsergänzungsmittel, die meinen Hormonhaushalt in Einklang bringen sollen. Denn ich leide an PMOS, das bis vor Kurzem noch als PCOS bekannt war. Die Kosten trage ich selbst, denn die Krankenkasse zahlt nicht für Nahrungsergänzungsmittel.

Viele, die bis hierher lesen, wissen vermutlich nicht einmal, was PMOS – ehemals PCOS – ist. So ging es mir auch, als ich zum ersten Mal mit der Diagnose konfrontiert war. Kurz gesagt: PMOS, polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom, ist ein Krankheitsbild, „das definiert ist durch eine Erhöhung der männlichen Hormone“ bei Frauen. So erklärt es Susanne Hahn. Sie ist Internistin und Endokrinologin in Düsseldorf und forscht bereits seit über 20 Jahren an der Krankheit. Warum die PMOS für Betroffene so belastend ist, was die Expertin rät und wie ich gelernt habe, damit umzugehen.