Angelika, 38, und Thomas, 42, kommen verzweifelt in unsere Praxis. Schon nach wenigen Minuten wird klar: Die beiden sind ein echtes Streitpaar. Immer wieder geraten sie in dieselbe Streitspirale: Ein Wort gibt das andere. Thomas wird laut, Angelika schlägt unter der Gürtellinie zurück und nennt ihn „Versager“ und „Schlappschwanz“. Er richtet sich in unserem Sessel auf, streckt den Arm aus, zeigt mit dem Zeigefinger auf Angelika und brüllt.
Wir unterbrechen die beiden immer wieder und fragen, wie es zu Hause weitergeht, wenn wir nicht dabei sind. Am Ende, so berichten sie, geht schon mal eine Schranktür zu Bruch – oder es kommt zu körperlichen Auseinandersetzungen. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und was sollten Betroffene in solchen Fällen tun – auch wenn ein Streit deutlich weniger heftig ist?
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