„Was ist das? Noch nie gehört.“ Das ist Marcelas erste Reaktion, als ihre Therapeutin ihr sagt, sie habe eine hochfunktionale Depression. Der Begriff ist keine tatsächliche medizinische Diagnose, sondern eine umgangssprachliche Beschreibung für eine Depression, bei der trotz des inneren Leidensdrucks die äußere Fassade aufrechterhalten werden kann.

Als Marcela zum ersten Mal von der hochfunktionalen Depression hört, ist sie 21 Jahre alt. „Ich war der Meinung, ich kann keine Depression haben, weil ich nicht in das typische Bild passe“, erzählt die junge Frau rückblickend im Gespräch mit dieser Redaktion. Sich Hilfe zu suchen, kostete sie Überwindung. Welcher entscheidende Moment dazu beitrug und wie es der 30-Jährigen heute geht.

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