„Einerseits waren sie die Täter, andererseits aber auch meine Eltern und damit meine ersten Bezugspersonen“, sagt Moritz Wilken. Der heute 29-Jährige erzählt von einem „ambivalenten Verhältnis“, das ihm die Kindheit „so unfassbar schwer gemacht“ hat. Wenn der Osnabrücker vom Kontaktabbruch zu seinen Eltern spricht, wirkt er ruhig, fast schon gelassen – so als sei mittlerweile genug Zeit vergangen, als könne er mit dieser Entscheidung mittlerweile gut leben.
Hinter Wilken, einem Influencer, der mit seinen nachdenklichen Beiträgen bei Instagram mehr als 75000 Follower erreicht, liegt ein jahrelanger therapeutisch begleiteter Prozess, in dem er seine Kindheit aufgearbeitet hat. Er führt ihn 2019 zu der Entscheidung, den Kontakt zu seinen Eltern abzubrechen. Wilken erzählt, wie es soweit kam, was die Entscheidung mit ihm machte und warum der Kontaktabbruch zu seinen toxischen Eltern für ihn die einzige Chance war, wirklich zu heilen.
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