Rheumatische Beschwerden können extrem schmerzhaft sein. Dabei ist Rheuma aber keine einzelne Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für über 100 verschiedene Krankheitsbilder, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen beispielsweise die Rheumatoide Arthritis (RA), der Morbus Bechterew oder der Systemische Lupus erythematodes. Arthrose und Osteoporose gehören dagegen nicht zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sondern sind degenerative beziehungsweise stoffwechselbedingte Erkrankungen.

Laut Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) leiden allein in Deutschland bis drei Millionen Menschen an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Viele Betroffene haben über Jahre mit Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen zu kämpfen und sind auf eine medikamentöse Therapie angewiesen. Doch Medikamente allein reichen nicht aus. Auch Ernährung und Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Rheuma.

Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie sowie Ärztlicher Direktor und Gründer des Medizinicum Hamburg, erklärt im Interview, wie Ernährung den Verlauf entzündlich-rheumatischer Erkrankungen beeinflussen kann – und warum es für Betroffene besonders wichtig ist, auf ihr Bauchfett zu achten.

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