• Kniearthrose kann die Beweglichkeit stark einschränken und Schmerzen verursachen
  • Frauen leiden deutlich häufiger unter Arthrose als Männer
  • Eine bahnbrechende Studie enthüllt, wie Sie die Beschwerden spürbar lindern können

Ein kleiner Kniff beim Gehen könnte Menschen mit Kniearthrose künftig das Leben erleichtern. Forscher der Stanford University haben herausgefunden, dass eine gezielte Veränderung des Fußwinkels beim Gehen Schmerzen verringern und den Krankheitsverlauf verlangsamen kann.

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Arthrose zählt zu den häufigsten Gelenkerkrankungen im Alter. Besonders betroffen ist das Knie: Mit zunehmendem Verschleiß des Knorpels leiden Patientinnen und Patienten unter Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und Einbußen an Lebensqualität. In Deutschland berichteten laut Robert Koch-Institut 2019 rund 17 Prozent der Erwachsenen von einer Arthrose, bei über 65-Jährigen sogar etwa jede dritte Person. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.

Kniearthrose: Für jede Person gibt es einen schonende Gangart

Die neue Studie unter Leitung von Scott Uhlrich untersuchte 68 Personen mit leichter bis mittelschwerer Kniearthrose. Sie gingen auf einem Laufband, während ein Computerprogramm ihre Gelenkbelastung analysierte. Anschließend berechnete ein Modell, wie sich verschiedene Fußstellungen – fünf oder zehn Grad nach innen oder außen gedreht – auf das Knie auswirken. Das Ergebnis: Für jede Person gibt es einen individuell „schonendsten“ Winkel.

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Eine Gruppe der Teilnehmer wurde darin geschult, ihr Gehmuster entsprechend dieser Berechnung anzupassen. Nach einem Jahr zeigte sich: Diese Personen hatten weniger Schmerzen, ihre Knie waren geringeren Spitzenbelastungen ausgesetzt, und in den MRT-Bildern deutete sich ein langsamerer Knorpelabbau an.

Individuelle Anpassung wichtig

Die Forscher sehen darin einen vielversprechenden Ansatz für eine nicht-operative, vergleichsweise günstige Behandlung. Gleichzeitig betonen sie, dass die Studie mit 68 Teilnehmern noch zu klein sei, um endgültige Schlüsse zu ziehen. Weitere Untersuchungen müssten folgen, um die Ergebnisse zu bestätigen.

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Wichtig ist zudem die individuelle Anpassung: Frühere Versuche, allen Patientinnen und Patienten die gleiche Fußhaltung beizubringen, hatten wenig Erfolg.