Über das von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX betriebene Satellitennetzwerk Starlink lässt sich viel Gutes sagen. Seit 2023 bietet es weltweit Internetzugang und ist für das ukrainische Militär zu einer wichtigen Hilfe im Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren geworden. Etwa 8000 Satelliten sind derzeit rund um die Erde unterwegs – und jeden Monat kommen neue hinzu.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Was den einen nützt, stellt andere vor Probleme. Eine Studie der australischen Curtin University in Perth untermauert nun Hinweise, dass elektromagnetische Signale von Starlink-Satelliten die Aufnahmen von Radioteleskopen empfindlich stören können. Dazu analysierten die Forschenden unter Führung von Studienleiter Dylan Grigg 76 Millionen Bilder von einem Prototyp‑Radioteleskop des SKA‑Low, wie die Seite space.com berichtet. Es stellte sich heraus, dass bis zu 30 Prozent der Bilder durch Starlink-Stelliten gestört worden waren.
- Dank geheimer Fotos: Polizei findet prall gefülltes Schatz-Grab
- Polen: Archäologen lösen 400 Jahre altes Rätsel um „Vampirfrau“
- Unterwasser-Archäologie: Wrack von legendärem U-Boot aus Zweitem Weltkrieg gefunden
- Kannibalismus: Archäologen machen schaurige Entdeckung in Jamestown-Kolonie
- Altes Ägypten: Krebsoperationen schon vor 4300 Jahren?
Starlink-Satelliten strahlen in den Frequenzen der Radioastronomie
Bei der weiteren Auswertung der Ergebnisse kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass 703 Satelliten im Bereich 150,05–153,00 MHz strahlten. Diese Frequenz ist eigentlich international der Radioastronomie vorbehalten. Die Experten mutmaßen, dass die störenden elektromagnetischen Signale von der Elektronik oder den Antriebssystemen der Satelliten herrühren könnten.

In einem Statement betonen die Forscher, dass Starlink nicht allein für die Behinderung der Erforschung des Alls mithilfe von Radioteleskopen verantwortlich gemacht werden könne. Das Unternehmen sei für die Studie ausgewählt worden, weil es die meisten Satelliten im All habe. Steven Tingay, Chef des Instituts für Radioastronomie an der Curtin University, erklärte weiter, dass Starlink gegen keine Gesetze verstoße. Die Regelungen der Internationale Fernmeldeunion (ITU) bezögen sich auf absichtliche Emissionen, nicht aber auf ungewollte Störungen.
Auch interessant
Die Ergebnisse der Studie zeigen dennoch, welchen Einschränkungen die Radioastronomie als zentraler Zweig der Astrophysik durch Störungen von außen unterworfen ist. Im Gegensatz zur traditionellen Astronomie untersucht die Radioastronomie Objekte und Phänomene alleine mithilfe von Radiowellen, die durch Staub und Gase dringen können. Sie spielt etwa eine bedeutsame Rolle bei der Erforschung von Pulsaren und Schwarzen Löchern sowie kosmischer Hintergrundstrahlung.
tok





