Mein Sohn hat von Natur aus einen dunklen Teint, ist aktiv und im Sommer viel draußen. Nach den ersten Sonnentagen zeigten sich plötzlich merkwürdige weiße Flecken in seinem Gesicht. Anfangs dachte ich an Haut, die sich nach einem leichten Sonnenbrand geschält hat. Dabei achten wir penibel auf Sonnenschutz. Doch das konnte ich schnell ausschließen – die Flecken blieben. Eine schnelle Netzrecherche fiel nicht gerade beruhigend aus: Weiße Stellen auf der Haut können vieles bedeuten, etwa Pilz, Ekzem, Vitiligo, Sonnenallergie ...

Auf Social Media kursieren unzählige Selbstdiagnosen. Die Kommentare reichen von „harmlos“ bis „autoimmun“. Doch was steckt wirklich hinter den hellen Flecken, die bei vielen Menschen im Sommer plötzlich sichtbar werden? Und: Muss man sie behandeln – oder kann man sie einfach ignorieren? Das erklärt mir Prof. Dr. med. Ingo Stoffels, Direktor der Klinik für Dermatologie an den Evangelischen Kliniken Essen-Mitte im Gespräch.

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