Man erreicht Susanne Bechert am Bahnsteig, auf dem Weg nach Sylt. Die Ärztin ist auf einer Mission. Im Gepäck hat sie einen Vortrag, 41 Folien, dicht bepackt mit Informationen und Grafiken, Titel: „Auswirkungen des Klimawandels auf die Schwangerschaft“.

Bechert ist Frauenärztin, ihr Job ist es, sich darum zu kümmern, dass es Schwangeren und ihren Kindern gut geht. Seit einigen Jahren heißt das für die Ärztin aus Kiel auch: Teil ihres Jobs ist es, über die Klimakrise zu sprechen. Denn die wirkt sich immer stärker auf ihre Arbeit aus. „Wir sehen in der Praxis, dass Schwangere unter Hitze leiden“, sagt Bechert. Und das immer öfter.

Mit dem Fortschreiten der Klimakrise steigt die Zahl der Hitzetage in Deutschland, der Trend geht seit Jahrzehnten klar nach oben. Doch Temperaturen, wie sie gerade in diesen Tagen Deutschland überziehen, sind in der Schwangerschaft nicht nur unangenehm, sie können auch gefährlich werden – und in vielen Fällen sogar dafür sorgen, dass Kinder zu früh zur Welt kommen.  

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