Motorradfahren als Hobby ist untrennbar mit dem Mythos von Freiheit verbunden – Fahrtwind und Beschleunigung sei Dank. Damit bei viel Freiheit nicht rasend die Kostenfalle zuschnappt, gehört der passende Versicherungsschutz zur Ausstattung. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist für jedes Motorrad Pflicht, das in Deutschland auf die Straße soll. Sie übernimmt die Kosten für Schäden, die anderen im Straßenverkehr zugefügt werden.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Für Schäden am eigenen Krad kommt nur eine Kaskoversicherung auf. Außer bei sehr kostspieligen Maschinen rechnet sich eine meist teure Vollkasko in der Regel nicht. Die Teilkasko aber kann eine Option sein – sie ist beim Motorrad meistens bezahlbar. Zwei wichtige Fälle, in denen die Teilkaskoversicherung einspringt, sind Schäden durch Zusammenstöße mit Tieren sowie Diebstahl.
Wer mit seinem Versicherer ausmacht, Schäden bis zu einer bestimmten Höhe selbst zu zahlen, kann den Versicherungsbeitrag durch eine solche Selbstbeteiligung deutlich drücken.
Lesen Sie auch
Versicherung fürs Motorrad: Finanztip nennt 6 wichtige Fragen zum Sparen
Auch Roller und Mopeds, also Krafträder mit weniger Leistung, müssen haftpflichtversichert sein. Für Maschinen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern gilt aber: Als Nachweis, dass die Haftpflicht für dieses Jahr bezahlt ist, reicht eine Versicherungsplakette statt des normalen Kfz-Kennzeichens. Gültige Roller-Schilder für 2025 sind einfach zu erkennen: sie haben eine grüne Schrift auf weißem Grund.

Die Kosten für Versicherungsplaketten sind mit rund 30 Euro im Jahr relativ niedrig. Bei den Versicherungen für Räder mit größeren Motoren lohnt es hingegen, Feineinstellungen beim Versicherungsvertrag vorzunehmen. Doch das geht ganz schnell. Mit den folgenden Spartipps von Finanztip, die auch für die Motorradversicherung gelten:
- Motorrad als Zweitwagen? Wer ein Auto hat, sollte nachfragen, ob der Autoversicherer das Motorrad als Zweitfahrzeug versichert. Das ist oft günstiger als ein einzelner Vertrag.
- Weniger Kilometer? Beim Motorrad ist zwar auch der Weg das Ziel. Trotzdem: Weil eine geringere Kilometerleistung einen geringeren Beitrag bedeutet, kann es sich lohnen, an den Kilometern zu sparen. Die jährliche Fahrleistung sollte stets defensiv geschätzt werden. Nachmelden geht immer.
- Weniger Monate? Wer nur einen Teil des Jahres fährt, kann mit einem Saisonkennzeichen sparen.
- Weniger Fahrer? Je mehr Personen im sogenannten Fahrerkreis sind, desto teurer wird die Versicherung. Ist jede beliebige Person mitversichert, explodieren die Preise. Günstige Optionen: Nur der Versicherungsnehmer selbst ist Fahrer. Oder Personen aus demselben Haushalt ab 25 Jahren dürfen fahren.
- Nur ein Zahltermin? Meist ist das Bezahlen auf einen Schlag, das heißt jährlich, günstiger als Ratenzahlungen.
- Stellplatz? Wer einen sicheren Abstellort hat, kann bei der Kaskoversicherung punkten. Ein Motorrad auf der Straße stellt ein deutlich höheres Diebstahlrisiko dar als ein Motorrad in der Garage oder im Hof.
Doch es geht nicht nur darum, Geld zu sparen. Es kommt auch auf die Leistung des Versicherungstarifs an.
- Altersvorsorge: Partner verdient mehr – Experte rät zu diesen Renten-Regeln
- Beziehungsstreit ums Geld: Das bringt Paaren ein Gemeinschaftskonto
- Immobilien: Mit einem Kniff kommen junge Paare schneller ins Eigenheim
- Geld oder Liebe: Immer mehr Paare stürzen sich bei Hochzeit in Unkosten – Experten erklären Phänomen
Motorrad versichern: Kasko bis Haftung – das sollten gute Tarife haben
Bei seinen regelmäßigen Tests von Vergleichsportalen zu Versicherungen für Motorräder setzt der Geldratgeber Finanztip folgende Mindestkriterien an. Die seien auch jedem Motorradversicherten ans Herz gelegt:
- Erhöhte Versicherungssumme in der Haftpflichtversicherung: Sach- und Vermögensschäden sollten mit mindestens 100 Millionen Euro, Personenschäden über acht Millionen Euro gedeckt sein.
- Außerdem sollte eine Mallorca-Police enthalten sein. Diese stellt sicher, dass vom Versicherungsnehmer gemietete Fahrzeuge im Ausland mindestens den deutschen gesetzlichen Standards, also Haftungssummen, entsprechen.
- Bei Kaskoversicherungen sollte man auf die Klauseln „Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit“ sowie „erweiterte Wildschadendeckung“ achten. Mit letzterer sind Zusammenstöße mit allen Tieren abgedeckt, nicht nur mit Haarwild – also etwa Rehen.
- In der Kasko sollte der Versicherer auf den „Abzug neu für alt“ verzichten. Bei Verträgen mit dieser Klausel würde der Fahrzeughalter nach einem Unfall die Differenz zwischen dem alten Wert des Motorrads und dem neuen zahlen. So verhindern Versicherer, dass ein Unfallfahrzeug durch die Reparatur einen höheren Wert als zuvor bekommt.
Wer auf diese Punkte beim Versicherer und in seinem Tarif achtet, kann guten Gewissens in die Motorradsaison starten.

Hinweis: Finanztip.de erklärt im neuen kostenlosen E-Book „Das 1x1 der Geldanlage“, wie Verbraucher mit ETFs sicher fürs Alter vorsorgen können.
Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geldratgeber ist Teil der gemeinnützigen Finanztip Stiftung.






