Viren wie Influenza und Herpes betreffen weltweit Millionen Menschen, allein in Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut jährlich zwischen einer und sieben Millionen Influenza-bedingte Arztbesuche. Doch nun könnte ein revolutionärer Durchbruch die Bekämpfung dieser Viren grundlegend verändern.

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania haben eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht, die nicht nur die Übertragung von Viren drastisch verringern, sondern auch die Auswirkungen viraler Infektionen deutlich mildern könnte – und das dank eines Kaugummis.

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Studie: Kaugummi als Waffe gegen Vireninfektionen

Doch wie gelang es den Forschern, diesen vielversprechenden Ansatz zu entwickeln? Der antivirale Kaugummi, der nun als revolutionärer Schritt in der Virusbekämpfung gilt, basiert auf dem natürlichen Protein FRIL, das aus Lablab-Bohnen gewonnen wird. Das Besondere daran: Der Kaugummi wirkt wie eine Art Fliegenpapier für Viren – er fängt sie ein und verhindert, dass sie Zellen infizieren oder weitergegeben werden und sich Krankheiten entwickeln.

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Wissenschaftliche Tests zeigten, dass der Kaugummi die Viruslast von Herpes-simplex-Viren sowie Influenza-A-Viren um mehr als 95 Prozent reduzieren kann. Mithilfe einer Maschine, die das menschliche Kauen simuliert, wurde bereits nach nur 15 Minuten mehr als die Hälfte des Proteins FRIL freigesetzt. Das Protein erwies sich als besonders effektiv bei der Verringerung der Viruslast im Mund, wie die Forscher in ihrer Studie berichten.

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Aber wie funktioniert das genau? FRIL enthält spezielle Abschnitte, die sich gezielt an Zuckermoleküle auf der Oberfläche von Viren binden. Diese Bindung lässt die Viren verklumpen, sodass sie ihre Fähigkeit verlieren, Zellen zu infizieren. Sollte es ihnen dennoch gelingen, in Zellen einzudringen, kann FRIL ihnen folgen und ihren Austritt aus den Zellkompartimenten blockieren – wodurch eine Infektion zusätzlich verhindert wird.

Grippe
Kaugummi im Kampf gegen Viren? Eine neue Studie liefert faszinierende Erkenntnisse.© DPA Images | Christina Sabrowsky

Kleines Produkt mit großer Bedeutung

Die Verwendung antiviraler Proteine in einem natürlichen Lebensmittelprodukt könnte die öffentliche Gesundheit revolutionieren. Die neue Studie, die die Wirksamkeit des Bohnenkaugummis belegt, markiert einen entscheidenden Fortschritt in der Forschung und könnte eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten weltweit spielen.

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Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Einsatz von Impfungen und antiviralen Behandlungen von zentraler Bedeutung für die globale Gesundheitsvorsorge. Ein Kaugummi wie dieser könnte nicht nur saisonale Virusinfektionen bekämpfen, sondern auch zur Kontrolle weitreichender Ausbrüche und Epidemien beitragen. In zukünftigen klinischen Studien soll die Wirkung des Kaugummis weiter untersucht werden.