Als sie die ersten Bilder von der Absturzstelle sieht, bleibt Katharina Welling, damals 23, wie angewurzelt vor dem Fernseher stehen. Eine Sondersendung überträgt Live-Aufnahmen und zeigt, wie sich Abertausend Teile eines einst knapp 40 Meter langen und mehr als 60 Tonnen schweren Airbus A320 über ein zerklüftetes Bergmassiv verteilen. „Ich weiß noch genau, wie man ein Wrackteil mit Flugzeugfenstern sah, und alles, woran ich denken konnte, war: Das Fenster ist noch da, aber die Menschen dahinter sind tot“, erinnert sich Katharina.

Das Wrackteil gehört zur Germanwings-Maschine, die am 24. März 2015 in den französischen Alpen zerschellte. 150 Menschen starben, als der Co-Pilot Andreas Lubitz die Maschine absichtlich zum Absturz brachte. Obwohl Katharina keinen Bezug zu den Opfern hat, beschäftigt der Absturz sie nachhaltig, vor allem da sie selbst erst wenige Tage vor der Katastrophe mit einem Germanwings-Flieger nach Spanien und dann wieder zurück nach Deutschland reiste. Katharina, die bis dato mehrmals im Jahr fliegt und sich lediglich bei Turbulenzen unwohl fühlt, entwickelt panische Flugangst.

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