- Botulinumtoxin gilt als tödlichstes Gift der Welt
- Es kommt gegen Fältchen zum Einsatz, aber auch gegen Erkrankungen wie Schlaganfall
- Ein Neurologe klärt über den Einsatz von Botox und die Gefahr bei Überdosierung auf
Es beginnt in der Regel mit Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen, sowie Mundtrockenheit. Betroffene sehen nur noch verschwommen, können nicht mehr richtig sprechen und schlucken. Dann folgen nach und nach symmetrisch absteigende Lähmungen des Körpers, bis sogar die Atemmuskulatur gelähmt ist. Am Ende steht der qualvolle Erstickungstod. So beschreibt Pawel Tacik, Oberarzt für Neurologie und stellvertretender Direktor der Klinik für Parkinson, Schlaf- und Bewegungsstörungen am Universitätsklinikum Bonn, den typischen Verlauf eines Botulismus, eine Vergiftung mit Botulinumtoxin.
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Den meisten Menschen ist dieses tödliche Nervengift ein Begriff, allerdings unter einem anderen Namen: Botox – dem berüchtigten Mittel, mit dem Ärzte lästige Fältchen im Gesicht wegspritzen. Doch nicht nur das: In der Ambulanz für Botulinumtoxin-Therapie behandeln Experten wie Pawel Tacik mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin unter anderem Patienten mit Spastiken nach Schlaganfällen, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Krankheiten. Tödliches Gift, Wundermittel der Kosmetik und Medizin in einem? Wie passt das zusammen?


