- Manche Menschen sind im Urlaub besonders anfällig für Seitensprünge
- Besonders bestimmte Charaktertypen gehen auf Reisen häufiger fremd
- Lesen Sie hier, bei wem das Untreue-Risiko erhöht ist
Der Satz klingt harmlos: „Ich möchte alleine verreisen“. Doch für viele Partnerschaften kann er ein Wendepunkt sein. Plötzlich tauchen Fragen auf: Braucht der andere einfach nur Zeit für sich – oder steckt mehr dahinter? Ist es nur der Wunsch nach Freiheit oder die Suche nach etwas Neuem?

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Natürlich bedeutet eine Solo-Reise nicht automatisch Untreue. Doch laut den Paartherapeuten Julian Burstedde und Andrea Bräu gibt es bestimmte Persönlichkeitstypen, die im Urlaub besonders anfällig für einen Seitensprung sind.
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1. Narzissten: Getrieben von Bewunderung
„Je extrovertierter ein Mensch ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er oder sie im Urlaub mit anderen Menschen in Kontakt kommt“, sagt Paartherapeut und Beziehungscoach Julian Burstedde aus Berlin. Besonders gefährdet seien Menschen mit narzisstischen Zügen. Ihr unstillbares Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bestätigung treibe sie immer wieder zu neuen Bekanntschaften.
Auch die Einzel-, Paar- und Sexualtherapeutin Andrea Bräu aus München warnt vor dem „exhibitionistisch grandiosen Narzissten“ – also dem von seiner eigenen Großartigkeit überzeugten Narzissten: „Er will mehr als die Liebe eines einzelnen Menschen. Ihm geht es um maximale Bewunderung – am besten von möglichst vielen.“ Und genau das macht den Urlaub mit seiner Leichtigkeit und Anonymität so gefährlich.
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Studien zeigen auch, dass Menschen mit narzisstischen Zügen in romantischen Beziehungen oft weniger Verbindlichkeit empfinden. Die ständige Suche nach der vermeintlich „besseren Option“ führt zu innerer Unruhe und macht sie besonders anfällig für Versuchungen.
2. Impulsive Abenteurer: Der Reiz des Augenblicks
Nicht nur Narzissten sind anfällig für einen Seitensprung im Urlaub – auch impulsive Charaktere geraten schnell in Versuchung. „Der impulsive Typ handelt nicht aus Kalkül, sondern aus dem Reiz des Augenblicks“, erklärt Paartherapeut Julian Burstedde. Er folge seinen Impulsen, ohne lange über die Konsequenzen nachzudenken.
Gerade im Urlaub, wenn der Alltag weit weg ist und die Sorgen zu Hause bleiben, sinkt die Hemmschwelle. Die exotische Umgebung, das Gefühl von Freiheit und die vermeintliche Folgenlosigkeit einer Affäre machen es laut dem Paartherapeuten leicht, sich mitreißen zu lassen: „Was für den impulsiven Typ als harmloser Flirt beginnt, kann sich innerhalb weniger Stunden zu einer Affäre entwickeln – oft ohne dass dies vorher geplant war“, sagt Burstedde.
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3. Der Unsichere: Suche nach Bestätigung als Triebfeder
Auch Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sind laut der Paartherapeutin Andrea Bräu besonders anfällig für einen Seitensprung im Urlaub. Die Suche nach Bestätigung, die ihnen im Alltag oft fehlt, kann dazu führen, dass sie sich auf flüchtige Liebschaften einlassen.
„Ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass man sich von kleinsten Komplimenten einlullen lässt“, erklärt Bräu. Solche Begegnungen, so die Therapeutin, basierten aber selten auf echter Anziehung oder emotionaler Verbundenheit, sondern auf dem Bedürfnis, sich für einen Moment begehrt und wertgeschätzt zu fühlen. „So kann man in Situationen rutschen, die eigentlich nur der Selbstaufwertung dienen“, so die Therapeutin weiter.
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Ob Narzisst, impulsiver Abenteurer oder unsicherer Suchender – nirgendwo ist die Versuchung größer als dort, wo der Alltag Pause macht. Die Mischung aus Freiheit, neuer Umgebung und vermeintlicher Anonymität macht den Urlaub zum idealen Ort für einen Seitensprung. Doch was auf den ersten Blick wie ein harmloses Abenteuer aussieht, kann zur tickenden Zeitbombe für die Beziehung werden. Denn eines ist sicher: Der Urlaub geht vorbei – die Folgen aber bleiben.







