Gibt es außer uns noch intelligentes Leben im Universum, oder sind wir allein in den unermesslichen Weiten des Alls? Viele Experten verneinten bislang die Frage nach außerirdischem Leben. Doch einer neuen Studie zufolge könnten Leben auf anderen Planeten möglicherweise gar keine Ausnahme, sondern die Regel sein.

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Forschende der Penn State University in Pennsylvania stützen ihre These auf der Annahme, dass die Entstehung des Lebens nicht auf eine Verkettung unwahrscheinlicher Zufälle zurückzuführen sei, sondern eine logische Folge der planetaren Entwicklung darstelle. „Statt einer Reihe unwahrscheinlicher Ereignisse könnte die Evolution ein vorhersehbarer Prozess sein, der sich entsprechend der globalen Bedingungen entfaltet“, erklärt Jason Wright, Co-Autor der Studie und Astronomie-Professor, laut „Bild“.
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Die Studie stellt die bisherige Annahme mit dem Argument infrage, dass Menschen so lange mit der Entwicklung gebraucht hätten, dass biologische „harte Schritte“ unter äußerst unwahrscheinlichen Voraussetzungen nacheinander stattfinden mussten. Das Leben auf der Erde entwickelte sich dem Forschungsteam zufolge genau dann, als die notwendigen Voraussetzungen gegeben waren. Dazu zählen etwas die Photosynthese von Pflanzen, die Verfügbarkeit von Nährstoffen, die Temperaturen im Meer, der Salzgehalt der Ozeane und der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre. Nach dieser Theorie konnte unsere Spezies somit nur entstehen, weil der Planet voller Wasser war und, vereinfacht gesagt, ein Fisch lernte an Land zu laufen.
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Forschende analysieren in Zukunft Atmosphäre anderer Exoplaneten
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leiten daraus ab, dass ähnliche Prozesse auch auf anderen Planeten ablaufen könnten. Daneben nennen die Forschenden auch die Einflüsse der Evolution und der ökologischen Nischenveränderung. In dieser verändern erfolgreiche Organismen die Umwelt allein durch ihre bloße Existenz so stark, dass ihre eigene Entstehung unter späteren Bedingungen gar nicht mehr möglich wäre.
In der Zukunft planen die Forschenden nun die Atmosphäre von Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems gezielt zu analysieren. Besonderer Fokus soll dabei auf Biosignaturen wie Sauerstoff gelegt werden. Außerdem wollen sie untersuchen inwiefern Umweltfaktoren — neben dem Sauerstoffgehalt auch die Temperatur — die Entwicklung des Lebens beeinflussen. Das übergeordnete Ziel ist, die Prozesse zu verstehen, wie sich einzellige und mehrzellige Organismen an unterschiedliche Bedingungen anpassen und welche Faktoren evolutionäre Übergänge aus anderen Planeten begünstigen.
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Um außerirdisches Leben mit Sicherheit zu verneinen, seien den Autoren zufolge viel konkretere wissenschaftliche Studien notwendig als das bisher der Fall war. Die neue Sicht auf die Entwicklung des Menschen bietet somit eine neue Art, über die Planeten nachzudenken und das mögliche Leben im Weltall. Die neue Theorie könnte die Suche nach außerirdischem Leben deutlich ankurbeln, heißt es weiter in der Studie.






