Kaffee gehört für die meisten Deutschen zum Alltag – nicht nur wegen des Koffeins, sondern auch als festes Ritual. Doch neben klassischem Kaffee gewinnen zunehmend koffeinhaltige, kalorienarme Getränke an Beliebtheit. Ob Eistee oder Energy-Drinks – sie liefern den gewünschten Wachmacher-Effekt, ohne die Kalorienbilanz stark zu beeinflussen. Neue Studien legen nun nahe, dass Koffein sogar gesundheitliche Vorteile haben könnte.
Studie deckt auf: Diese Genvariationen begünstigen den positiven Einfluss von Koffein
Dass in einer Tasse Kaffee mehr steckt als nur heißes Wasser und Kaffeebohnen, bestätigt eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2023: „Genetisch bedingte höhere Koffeinkonzentrationen im Plasma waren mit einem niedrigeren BMI und einer niedrigeren Körperfettmasse verbunden“, berichteten die Forscher in ihrem im März 2023 veröffentlichten Artikel. Das Forschungsteam vom Karolinska Institut in Schweden, der University of Bristol in Großbritannien und dem Imperial College London analysierte in der Studie Daten von etwa 10.000 Personen, die in genetischen Datenbanken gesammelt wurden.
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Die Wissenschaftler haben sich in der Studie die Auswirkungen kalorienfreier koffeinhaltiger Getränke auf den Körperfettanteil genauer angeschaut. Im Allgemeinen wird zwischen verschiedener Genvariationen unterschieden, die die Geschwindigkeit, mit der Koffein im Körper abgebaut wird, stark beeinflussen können. Bestimmte Genkombinationen wie beispielsweise CYP1A2 und das AHR sorgen normalerweise für einen langsameren Abbau des Koffeins, wodurch es im Blut länger nachzuweisen ist.

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Mit der sogenannten „Mendelschen Randomisierung“ haben Forschende versucht, kausale Zusammenhänge zwischen dem Vorhandensein der bestimmten Genvariationen und Krankheiten wie Diabetes sowie Körpermasse und Lebensstilfaktoren zu ermitteln. Ihre Analyse zeigte überraschende Ergebnisse: Während eine signifikante Verbindung zwischen dem Koffeingehalt, einem niedrigeren BMI sowie Typ-2-Diabetes-Risiko zu beobachten war, konnte zwischen der Koffeinmenge im Blut und Herz-Kreislauf-Krankheiten keine Relation festgestellt werden.
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Frühere Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einem geringeren BMI festgestellt. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2023 liefert nun neue Erkenntnisse: Koffein könnte den Körperfettanteil durch die Anregung der Thermogenese (Wärmeproduktion) und der Fettoxidation (Fettverbrennung) beeinflussen. Beide Prozesse spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und werden durch Koffein zusätzlich stimuliert, was möglicherweise zur Reduktion von Körperfett beiträgt.
Doch die Wissenschaftler warnen: Koffein hat nicht nur positive Effekte. „Kleine, kurzfristige Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Koffein zu einer Gewichts- und Fettmassereduzierung führt, aber die langfristigen Auswirkungen der Koffeineinnahme sind unbekannt“, erklären die Forscher. Zudem betonen sie, dass es weiterer Forschung bedarf, um die Effekte des Koffeinkonsums genauer zu analysieren.










