Wenn das Jahr zu Ende geht, steht Weihnachten vor der Tür: Viele Arbeitnehmer erhalten in diesem Zeitraum eine Bonuszahlung wie Weihnachtsgeld oder andere Prämien. Doch was sollte man mit dem Geld machen? Finanzexperten raten dazu, das Extrageld mit der richtigen Strategie einzusetzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Sonderzahlung clever nutzen können.
1. Finanzielles Polster anlegen: So sparen Sie Ihren Notgroschen
Ob Autoreparaturen, kaputte Haushaltsgeräte oder unerwartete Rechnungen – solche Ausgaben können schnell ins Geld gehen. Ein Notgroschen, der Experten zufolge zwei bis drei Nettomonatsgehälter umfassen sollte, schafft dagegen Sicherheit. Das Weihnachtsgeld bietet hier eine gute Gelegenheit, um diesen Puffer aufzubauen oder bestehende Rücklagen weiter aufzustocken.
Auch Katharina Lüth, Finanzexpertin bei Weltsparen, sieht das ähnlich: „Bevor man Geld langfristig anlegt, sollte man zunächst einen Notgroschen in Höhe von circa drei Nettomonatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto zur Seite legen.“ Der Vorteil dabei: Beim Tagesgeld bleibt Ihr Geld jederzeit verfügbar – und wird verzinst. Neben dem Tagesgeld könnten auch die Zinsen auf das Guthaben, die der Broker Trade Republic bietet, für viele Sparer interessant sein.
Auch interessant
2. Schulden mit Weihnachtsgeld tilgen
Ein finanzielles Polster ist immer gut. Aber was ist, wenn Schulden im Weg stehen? In solchen Fällen sollte der Abbau von Verbindlichkeiten eindeutig Vorrang haben. Wer seine Schulden gezielt reduziert, schafft langfristig mehr Spielraum in seinen Finanzen.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Der Ratschlag von Finanzexperten: Nutzen Sie Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld, um Kredite zu tilgen. „Verbraucher sollten mit Verbindlichkeiten beginnen, die die höchsten Zinsen aufweisen“, empfiehlt Ania Scholz-Orfanidis von der FMH-Finanzberatung. Sie betont außerdem, wie wichtig es ist, ein Budget für den täglichen Bedarf einzuplanen, um neue Schulden zu vermeiden.
Wer die Sondertilgung clever einsetzt, kann seine Kredit-Zinsen deutlich senken. Eine solide Basis sei entscheidend, bevor langfristige Investitionen getätigt werden, ergänzt Scholz-Orfanidis. So lässt sich das Weihnachtsgeld effektiv nutzen, um finanzielle Belastungen zu senken und die eigene wirtschaftliche Situation nachhaltig zu stabilisieren.
3. Weihnachtsgeld langfristig investieren: Festgeld und Geldmarktfonds
Wenn Sie keine Schulden haben und bereits über eine Rücklage verfügen, könnte eine Investition Ihres Weihnachtsgeldes sinnvoll sein. Statt das Geld auf dem Girokonto zu belassen, stehen Ihnen verschiedene Anlagemöglichkeiten offen:
Eine Möglichkeit ist das Festgeld, bei dem Sie Ihr Geld für einen festen Zeitraum anlegen können. Unser aktueller Vergleich zeigt die Top-Zinsen aufs Festgeld für Sparer. Beispielsweise bietet das Festgeld plus von Klarna bis zu 3,03 Prozent* auf verschiedene Laufzeiten. Für mehr Flexibilität bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Hierbei gehört das Angebot von der ING mit 3,5 Prozent* zu den Spitzenreitern.
Einen ausführlichen Überblick über die Banken mit den höchsten Zinsen finden Sie auch hier:
Auch interessant
Ein Blick auf Geldmarktfonds als Alternative zum Tagesgeld stellt ebenfalls eine Möglichkeit dar. Für langfristige Ziele, etwa den Ausbau der privaten Altersvorsorge, könnte ein ETF-Sparplan eine interessante Option sein. „ETFs bieten eine Möglichkeit, breit gestreut und kosteneffizient zu investieren“, erklärt Ania Scholz-Orfanidis von der FMH-Finanzberatung. Wichtig ist der Finanzexpertin zufolge jedoch vorab die eigenen Ziele und den Anlagehorizont klar zu definieren. Auch Anleihen-Konzepte wie das von Unitplus können eine attraktive Ergänzung sein
Anzeige
- Werktägliche Zinsauszahlung
- Mastercard inklusive
- 3,23% Zinsen
- Keine Einlagensicherung
- Nur über Banking-App
- 0,60 % Gebühr jährlich
Weihnachtsgeld: Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Weihnachtsgeld bietet eine gute Gelegenheit, die eigenen Finanzen zu optimieren – wenn es denn richtig eingesetzt wird. Finanzexperten warnen jedoch vor Fehlern: „Häufig wird das Weihnachtsgeld spontan für Konsumartikel ausgegeben, ohne die langfristigen Auswirkungen zu berücksichtigen“, warnt etwa Scholz-Orfanidis. Eine klare Strategie könne hier Abhilfe schaffen. Beispielsweise bietet es sich an, lediglich einen vorab festgelegten Betrag für den persönlichen Konsum einzuplanen.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft den Umgang mit Schulden. Dazu erklärt die Finanzexpertin: „Es kommt vor, dass Verbraucher ihr Weihnachtsgeld investieren“ und führt weiter aus: „obwohl sie noch teure Kredite bedienen müssen.“ Der Schuldenabbau sollte ihrer Ansicht nach immer Priorität haben, da hohe Zinsen die finanzielle Situation langfristig belasten können.
Auch steuerliche Aspekte sollten nicht außer Acht gelassen werden. „Das Weihnachtsgeld muss als Sonderzahlung voll versteuert werden“, erläutert Scholz-Orfanidis. Es zähle offiziell zu den „sonstigen Bezügen“ und werde entsprechend behandelt. Verbraucher sollten dies bei der Planung berücksichtigen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Dies gilt übrigens auch für Bezieher von Elterngeld, da Sonderzahlungen die Berechnungsgrundlage beeinflussen können.

Fazit: Weihnachtsgeld optimal nutzen – Diese Faustregel beachten
Generell empfiehlt sich folgende Faustregel fürs Weihnachtsgeld oder ähnliche Sonderzahlungen: Sind keine Schulden vorhanden, sollte ein Notgroschen aufgebaut werden. Ist dieser bereits angelegt, können Sie das Geld in langfristige Anlagen wie Festgeld oder ETFs investieren. Aber: „Man sollte nicht vergessen, sich selbst etwas zu gönnen und einen Teil des Geldes für persönliche Wünsche zu nutzen“, resümiert die Finanzexpertin Ania Scholz-Orfanidis.
*Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen einkaufen, erhalten wir vom entsprechenden Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 Prozent unabhängig. Für Sie als Nutzerinnen und Nutzer verändert sich der Preis nicht, es entstehen Ihnen hierdurch keine zusätzlichen Kosten. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.







