- Noa lebt mit einer dissoziativen Störung (DIS) – die 24-Jährige teilt sich ihren Körper mit mehreren Persönlichkeiten
- Von ihrer DIS hat die Studentin erst spät erfahren und lernt nun, damit umzugehen
- Wie es ihr gelingt und was ihr manchmal Angst macht, berichtet sie hier
Noa lebt in Lübeck, studiert an der Uni Psychologie. Die 24-Jährige trinkt morgens Schoko-Hafermilch-Kaffee, reist gern und liebt Wildblumen. Doch Noa ist nicht nur eine Person, sie ist viele: Flora, Mai, Charlie, Jakob, Mika, Maja, Lizzy, Ed und einige andere Identitäten teilen sich zusammen mit Noa einen Körper.
Noa hat eine dissoziative Identitätsstörung, kurz DIS – ein Krankheitsbild, das für viele Menschen nur schwer greifbar ist. Dabei weist Schätzungen zufolge rund ein Prozent der Bevölkerung dissoziative Identitätsstrukturen auf. Allein in Deutschland geht man von 800.000 Betroffenen aus. Wie sieht der Alltag mit einer solchen Störung aus? Wie schaffen es Betroffene wie Noa, die verschiedenen Identitäten zu koordinieren? Und wie kommt es überhaupt dazu, dass mehrere Identitäten in einem Körper leben?



