Brot ist für die Deutschen mehr als ein Sattmacher. Mit mehr als 3.200 registrierten Brotsorten – so vielen wie in keinem anderen Land – ist Brot hierzulande ein Stück Kultur. Im Jahr 2014 wurde die deutsche Brotkultur deshalb sogar von der Deutschen UNESCO-Kommission in das Verzeichnis des „Immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen.

Doch Brot ist nicht gleich Brot. Während viele Verbraucherinnen und Verbraucher auf frisches Brot aus der Bäckerei setzen, greifen andere zum abgepackten Brot aus dem Discounter. Auch hier ist die Auswahl groß und die Preise oft niedriger als in der traditionellen Handwerksbäckerei. Doch wie sieht es mit der Qualität aus? Ist abgepacktes Brot aus dem Supermarkt genauso gesund wie das aus der Backstube?

Nährstoffgehalt: Je frischer, desto besser

„Zumindest was die Menge an Kohlenhydraten und Ballaststoffen angeht, unterscheiden sich die beiden Varianten nicht wesentlich“, erklärt Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl. Bei Vitaminen und Mineralstoffen kann es allerdings Unterschiede geben. Generell gilt: Je frischer, desto besser. Frisches Brot vom Bäcker, das bis zum Verkauf kürzer gelagert wird, hat daher auch einen höheren Nährstoffgehalt.