Viele Schülerinnen und Schüler kennen das Gefühl, ungerecht benotet zu werden. Sie vermuten oft, dass auch Sympathien der Lehrerinnen und Lehrer dabei eine Rolle spielen. Eine Studie aus der Schweiz, veröffentlicht im Fachjournal „Plos One“, stützt jetzt diese weitverbreitete Annahme. In Zeugnissen, so das Ergebnis, zeige sich oft eine Voreingenommenheit von Lehrpersonen.
Die Forschenden Sandra Gilgen und Richard Nennstiel von den Universitäten Zürich und Bern konzentrierten sich für ihre Studie auf eine repräsentative Stichprobe von 14.090 Schülerinnen und Schülern aus Deutschland, die 2010 die neunte Klasse besuchten. Sie verglichen deren Noten mit den Ergebnissen standardisierter Kompetenztests.
Die Daten für den Vergleich stammen aus dem Nationalen Bildungspanel, einer Studie, die seit 2008 sieben Kohorten deutscher Schülerinnen und Schüler verfolgt hat. Gilgen und Nennstiel schauten dabei vor allem auf die Benotung im Zusammenhang mit den Faktoren Geschlecht, Body-Mass-Index, also das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße, sozioökonomischer Status der Eltern und ethnischer Hintergrund.




