Den 1. August 2022 wird Lisa (Nachname ist der Redaktion bekannt) nie wieder vergessen: ein Montag, der ihr Leben von jetzt auf gleich auf den Kopf stellt. Es war eine seltsame Mischung aus purem Schock und einem Hauch von Erleichterung. Denn endlich hatte sie es schwarz auf weiß, endlich Gewissheit. Die Diagnose: bösartiger Tumor im Enddarm. „Mein Mann war schockiert, ich war erleichtert, weil das Ding endlich einen Namen hatte“, sagt Lisa im Gespräch mit unserer Redaktion.
„Das Thema war für mich davor komplettes Neuland“, sagt sie. Dennoch habe sich eine gewisse Ahnung, die schon länger in ihr schwelte, dann bestätigt. Was die brutale Diagnose für die damals zweifache Mutter aus dem bayerischen Schrobenhausen, ihren Mann Michael und ihre Familie so besonders machte: Sie war mit gerade einmal Mitte 30 nicht nur um die Hälfte jünger als der Durchschnitt der Patienten bei der Darmkrebsdiagnose. Und noch dazu war sie gerade zum dritten Mal schwanger. Was Lisa die Kraft gab, die Krankheit durchzustehen und wie es ihr heute geht, berichtet sie hier.






