- Die Girokonten von Commerzbank und comdirect sind ab einem bestimmten Geldeingang im Monat ohne Kontogebühr nutzbar
- Während die Commerzbank mit einem dichten Filialnetz und Cash-Group-Partnern punktet, bietet die comdirect flexiblere Bedingungen für eine kostenfreie Kontoführung.
- Beide Banken locken mit 50 Euro Startprämie, welches ist besser? Wir haben die Konten im Vergleich
Keine Kontoführungsgebühr, umfangreiche Banking-Apps und teils hohe Prämien für Neukunden: Seit Jahren machen Direktbanken wie die ING oder die Deutsche Kreditbank (DKB) alteingesessenen Banken Konkurrenz. Dazu zählt auch die comdirect, eine Tochter der Commerzbank. Beide Banken bieten ein Girokonto an und werben derzeit mit 50 Euro Startguthaben. Wir haben beide Konten miteinander und mit denen anderer Kreditinstitute am Markt verglichen.
Die Kriterien:
- Kontoführungsgebühr
- Bankkarten
- Bezahlen und Geld abheben
- Dispokredit und Zinsen
- Fazit
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Girokonto mit 50 Euro Startguthaben
Kontogebühr von Commerzbank und comdirect – es gelten Bedingungen
Sowohl das Girokonto der Commerzbank* als auch das Girokonto Aktiv der comdirect* sind ab einem Geldeingang von 700 Euro im Monat oder für unter 28-Jährige ohne Kontoführungsgebühr nutzbar. Bei der comdirect genügen auch drei Zahlungen im Monat via Apple- oder Google-Pay oder ein Wertpapiersparplan, um das Girokonto kostenfrei zu nutzen. Andernfalls werden 4,90 Euro im Monat fällig. Bei der Commerzbank sind es 9,90 Euro, wenn man weniger als 700 Euro Geldeingang hat.

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Andere Direktbanken handhaben es ähnlich und koppeln eine kostenfreie Kontoführung an einen Geldeingang oder das Alter. Auch für das Girokonto der ING werden 4,90 Euro pro Monat fällig, wenn der monatliche Geldeingang unter 700 Euro liegt oder man älter als 27 Jahre ist. Die DKB setzt unter den gleichen Voraussetzungen 4,50 Euro an.
Für Verbraucher mit Geldeingängen unter dieser Marke bieten sich Girokonten mit niedrigerer oder keiner Geldeingangsgrenze an. Dazu zählt das Girokonto „Smart“ der C24 Bank* oder das Girokonto „Mobile“ der 1822direkt*, das schon ab einem Cent Geldeingang pro Monat kostenfrei genutzt werden kann.
Kostenlose Girokonten ohne Geldeingangsvoraussetzung:
Debitkarte von Commerzbank und comdirect: Akzeptanzprobleme im Handel?
Sowohl die Commerzbank als auch die comdirect geben zum Girokonto eine Debitkarte dazu. Eine separate Girokarte kann bei der comdirect für 99 Cent im Monat bezogen werden. Bei beiden Banken werden die Karten als Visa- oder Mastercard-Debit ausgestellt. Diese sind meist aber nicht mit dem EC-Karten-System kompatibel.
Allen voran kleine Händler akzeptieren oft bloß Kartenzahlungen mit einer EC-Karte. Der Hintergrund: Mastercard- oder Visakarten verursachen für den Händler höhere Gebühren. Daher gab es in der Vergangenheit immer wieder Berichte über große Probleme mit der Debitkarte im Einzelhandel. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte immer genügend Bargeld in der Tasche haben – oder eine Girokarten-Option bei der Kontowahl berücksichtigen.
Bargeld ein- und auszahlen: Das Girokonto einer Bank ist klar im Vorteil
Die Commerzbank und die comdirekt bieten neben einem Standardkonto noch weitere Kontomodelle an. Diese unterscheiden sich im Leistungsumfang. Das Girokonto Extra der comdirect beinhaltet etwa noch kostenfreie Echtzeit-Überweisungen sowie eine Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung. Im Girokonto Plus ist zusätzlich noch ein Reiseversicherungspaket inbegriffen. Auch beim Bezahlen und Geld abheben ist der Kontotyp bei der comdirect entscheidend:
| Girokonto Aktiv | Girokonto Extra | Girokonto Plus | |
| Kontoführungsgebühr | keine, sofern Voraussetzungen erfüllt werden | 2,90 Euro im Monat | 9,90 Euro im Monat |
| Bargeld anheben | 3-mal monatlich weltweit | 5-mal monatlich weltweit | uneingeschränkt weltweit |
| separate Kreditkarte | - | Ja, mit Ratenservice und Garantieverlängerung | Ja, im exklusiven Design und mit Ratenservice sowie Garantieverlängerung |
| Besonderheiten | - | Echtzeit-Überweisungen kostenlos | Reise-Sorglos-Paket mit Versicherungen |
Mit der comdirect-App kann bundesweit bei über 12.000 Partnern Geld ein- und ausgezahlt werden. Im Girokonto Aktiv und Extra ist dieser Service auf drei und fünf Ein- oder Auszahlungen begrenzt. Im Anschluss wird eine Gebühr von 4,90 Euro pro Transaktion fällig. Bei der Commerzbank läuft es etwas anders. Dort können Kunden kostenlos Bargeld an rund 7.000 Cash-Group-Automaten in Deutschland sowie bei vielen Handelspartnern ein- und auszahlen.
Im Unterschied zur comdirect führt die Commerzbank ein Netzwerk an Filialen und Cash-Group-Partnern. Das wiederum verschafft ihr einen Vorteil gegenüber vielen Direktbanken. Ein Alleinstellungsmerkmal ist das aber nicht. Auch Santander führt Filialen in vielen Städten und bietet ein kostenloses Girokonto an. Beide Banken eigen sich für Verbraucher, die noch viel mit Bargeld zahlen und eine Kundenbetreuung vor Ort schätzen.
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Girokonto mit Dispo: Zinsen von Commerzbank und comdirect im Check
Unterschiede zeigen sich auch mit Blick auf den Dispozins. Die comdirect setzt einen effektiven Jahreszinssatz von 11,46 Prozent an. Der Kreditrahmen kann von 100 Euro an bis auf das Dreifache des monatlichen Nettoeinkommens ausgedehnt werden. Bei der Commerzbank ist der Dispozins abhängig vom Kontotyp. Im Girokonto „Basic“ beträgt er 12,45 Prozent. Folgende Kontomodelle bieten die Commerzbank an:
| Girokonto Basic | KlassikKonto | PremiumKonto | |
| Kontoführungsgebühr | keine, sofern Voraussetzungen erfüllt | 6,90 Euro im Monat | 12,90 Euro im Monat |
| separate Kreditkarte | Mastercard-Debit für 3,50 Euro im Monat | Mastercard-Debit inklusive | Zwei Kreditkarten, wahlweise Visa oder Mastercard |
| Besonderheiten | Kostenlos Bargeld ein- und auszahlen | Zwei Girokarten und Mastercard-Debit inklusive | Reiseversicherungspaket und Priority-Pass-Zugang zu über 1.400 Airport-Lounges weltweit |
| Dispozins | 12,45 Prozent | 11,45 Prozent | 9,90 Prozent |
Zusätzlich zum Girokonto kann sowohl bei der Commerzbank als auch bei der comdirect ein Tagesgeldkonto eröffnet werden. Für ein Tagesgeld bei der comdirect gibt es vier Prozent Zinsen für sechs Monate – im Anschluss 0,75 Prozent. Die Commerzbank wirbt in den ersten sechs Monaten mit 3,25 Prozent Zinsen, danach sind es 0,50 Prozent.
Girokonto von Commerzbank und comdirect besser? Ein Fazit
Die Commerzbank und die comdirect zahlen mit je 50 Euro eine attraktive Prämie für ein Girokonto. Mit Blick auf die Kontoführung ist die comdirect etwas flexibler. Bei ihr reichen schon Zahlungen über Apple Pay oder Google Pay aus, um das Girokonto kostenfrei nutzen zu können. Was das Ein- und Auszahlen von Bargeld angeht, hat die Commerzbank mit ihren Filialen und Cash-Group-Partnern die Nase vorne.
Beide Banken bietet zudem verschiedene Kontomodelle an. Einen klaren Sieger gibt es nicht. Es ist davon abhängig, worauf bei einem Girokonto Wert gelegt wird. Wer eine Kundenberatung vor Ort schätzt, ist bei Filialbanken wie der Commerzbank besser aufgehoben. Wer ohnehin lieber digital kommuniziert, kommt womöglich mit Direktbanken besser klar. Diese Online-Banken haben den Vorteil, dass sie ihre Finanzdienstleistungen häufig etwas günstiger anbieten können, da sie kein Filialnetz unterhalten.
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