Satte Rabatte sowie viele Angebote: Die Black Week ist der ideale Zeitpunkt, um vor Weihnachten auf Schnäppchenjagd zu gehen und das ein oder andere Geschenk zu besorgen. Längst sind es nicht mehr nur die großen Online-Shops wie Amazon oder Otto, die die besten Angebote bieten. Auch Dienstleiter wie Versicherungen sind unlängst auf den Zug aufgesprungen. Am Black Friday und der anschließenden Cyberweek werben sie oft mit besonders attraktiven Konditionen.

In diesem Artikel finden Sie die besten Deals am Black Friday im großen Überblick:

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Black Week und Black Friday: Beste Stromtarife finden – wo Verbraucher sparen

Anders als bei Produktangeboten gibt es bei Dienstleistungen aber ein paar Dinge zu beachten. Speziell mit Blick auf die Gas- und Stromtarife. Denn wer zu einem neuen Anbieter möchte, muss zunächst seinen bisherigen Vertrag kündigen. Je nach Vertrag muss eine Kündigungsfrist eingehalten werden. Eine Ausnahme ist, wenn der Energieversorger die Preise erhöht. Kunden haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Generell immer lohnt sich ein Vergleich – und bei besseren Konditionen ein Wechsel.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen fasst in einem Beitrag zusammen, was bei einem Stromtarifwechsel zu beachten ist. Zunächst sollten sich Verbraucher Zeit nehmen und sich mit ihrem bestehenden Vertrag auseinandersetzen – denn nur, wenn man seine Vertragskonditionen genau kennt, kann man bei der Anbietersuche auch bessere Angebote finden. Zudem sollte der jährliche Stromverbrauch ermittelt werden, grobe Richtwerte sind:

Personen im HaushaltStromverbrauch pro Jahr
1 Personca. 1.500 kWh
2 Personenca. 2.500 kWh
3 Personenca. 3.500 kWh
4 Personenca. 4.250 kWh

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Energieversorger vergleichen: Verbraucherschützer geben entscheidenden Tipp

Zu beachten ist: Die in der Tabelle genannten Durchschnittswerte sind sehr allgemein und können im individuellen Fall abweichen. Wer es genauer wissen möchte, kann am Stromzähler nachschauen oder nachrechnen. Die einfachste Formel für die Berechnung ist Wohnfläche plus Anzahl der Personen plus Anzahl der Elektrogeräte. In der Summe kommt man auf den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunde (kWh). Hier die Formel in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Wohnfläche (m²) x 9 kWh
  2. Personenzahl x 200 kWh (bei zusätzlich elektrischer Warmwasserbereitung: x 550 kWh)
  3. Anzahl der Haushaltsgeräte (beispielsweise Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank, TV) x 200 kWh
  4. Im letzten Schritt: alle Werte addieren, um gesamten Stromverbrauch zu erhalten.

Die eigenen Vertrags- sowie Verbrauchsdaten sind die Grundlage. Im Anschluss kann es an den Vergleich gehen. Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox können hier eine gute Orientierung sein. Verbraucherschützer warnen aber – bloß auf Vergleichsportale sollten sich Verbraucher nicht verlassen. „Sie zeigen immer nur eine Auswahl und verdienen am Vertragsabschluss meist mit. Auch sind sie nicht über alle Preiserhöhungen informiert“, heißt es von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Boni am Black Friday: Expertin fasst zusammen – auf diese Faktoren kommt es an

Die Empfehlung der Verbraucherschützer: Immer möglichst viele verschiedene Vergleichsportale nutzen und die hier angezeigten Kosten des bisherigen Tarifs mit den eigenen Berechnungen für das kommende Jahr vergleichen. Besondere Vorsicht sollte man bei sogenannten Discount-Anbietern walten lassen, die verstärkt bei Vergleichsportalen zu finden sind. Diese Stromanbieter werben in ihren Tarifen verstärkt mit Boni wie Einmalzahlungen – können letztlich aber teurer sein als klassische Anbieter.

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„Kundinnen und Kunden sollten die Vertragsbedingungen hier vorab gut prüfen – etwa die Laufzeit, enthaltene Preisgarantien und gegebenenfalls die Verrechnung von Boni“, empfiehlt Energieexpertin Julia Schröder von der Verbraucherzentrale Niedersachsen im Gespräch mit „NDR.de“. Ein weiterer Vorteil regionaler Anbieter ist, dass diese oft einen Kundenservice vor Ort anbieten und für ihre Kunden spezielle Tarife anbieten, die unter Umständen nicht in allen Vergleichsrechnern auftauchen.

Stromtarife im Vergleich: Ökostrom statt Grundversorger – ein Vorteil überrascht

Ein weiterer Spartipp ist, bei der Anbietersuche gezielt auch Ökostrom-Anbieter in den Vergleich aufzunehmen. Seit der Energie- und Gaskrise werden viele Ökostromtarife inzwischen günstiger angeboten als die Grundversorgung mit Normalstrom. Daher kann sich ein Wechsel von der Grundversorgung in einen Ökostromtarif rechnen. Ein weiterer Vorteil: Neben dem Spareffekt trägt man einen Teil zur Energiewende bei, da der Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen stammen muss.

Zu beachten ist: Auch wer Ökostrom bezieht, bekommt seinen Strom nicht direkt vom Windrad. Auch hier läuft die Versorgung mit Energie über ein nahegelegenes Kraftwerk. Der jeweilige Ökostromanbieter muss aber sogenannte Herkunftsnachweise kaufen und belegen, wie und wo dieser Strom erzeugt wurde. „Anbieter erwerben Herkunftsnachweise für die Menge Strom aus erneuerbaren Quellen, die er seinen Kunden und Kundinnen als Ökostrom verkauft“, heißt es von der Verbraucherzentrale.

Stromtarife am Black Friday: Nicht nur auf Rabatte und Boni achten – ein Fazit

Unser Fazit: Egal ob Black Friday oder Black Week – ein Vergleich der Stromtarife kann sich immer lohnen. Zumal viele Alternativ- und Ökostromanbieter mittlerweile wieder etwas günstiger sind als regionale Grundversorger. Bei Boni, wie sie an Aktionstagen wie der Black Week gerne angeboten werden, sollten Verbraucher aufpassen. Am Ende zählt, was man langfristig für seinen Strom bezahlt. Auch Preisgarantien können sich bezahlt machen, wie sich in der Energiekrise gezeigt hat. Nicht immer muss der günstigste Stromtarif auch der beste sein.

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