Die meisten Frauen gehen schon in jungen Jahren regelmäßig zur gynäkologischen Untersuchung. Viele Männer dagegen haben ihren ersten Besuch beim Urologen – wenn überhaupt – erst in der Mitte ihres Lebens. Dabei ist Vorsorge gerade bei Prostatakrebs extrem wichtig. Allerdings stellt sich nun heraus: Eine bisher gängige Methode bei der Untersuchung weniger hilfreich ist als gedacht.
Die rektale Tastuntersuchung ist zur Früherkennung von Prostatakrebs bei jüngeren Männern ab 45 Jahren ungeeignet. Das ist Ergebnis einer vom Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg koordinierten Studie. Seit 1971 ist diese Untersuchung, die laut Empfehlung ab dem 45. Lebensjahr jährlich durchgeführt werden soll, Teil des Vorsorgeprogramms der gesetzlichen Krankenkassen. Inzwischen ist die Leitlinie auch geändert und die Tastuntersuchung zur Früherkennung wird künftig nicht mehr empfohlen.
Studienleiter Professor Peter Albers erklärte uns im November 2023, wie Männer besser vorsorgen können und ab welchem PSA-Wert es gefährlich wird.






