Einmal mehr ächzt der Süden Europas auch im Sommer 2026 unter extremer Hitze. Temperaturen deutlich über 30 Grad machen den Menschen in vielen Regionen rund um das Mittelmeer zu schaffen – und trocknen die Vegetation aus. Die Folge sind oftmals Waldbrände. Doch wie werden die eigentlich ausgelöst? Sind es Blitze oder doch eher achtlos weggeworfene Zigaretten, die für die große Feuer sorgen?
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Waldbrände: Wann fängt der Wald Feuer?
Waldbrände entstehen vor allem bei Dürre. Im Frühjahr bleiben die Brandflächen eher kleiner, im Sommer können sie sich wegen der trockenen Böden auch unterirdisch schnell ausbreiten und sich zu einem Flächenbrand entwickeln, erklärt die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Die meisten Waldbrände treten am frühen Nachmittag auf, weil es dann am wärmsten ist.

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Damit ein Wald zu brennen beginnt, müssen generell drei Voraussetzungen erfüllt werden: ausreichend Sauerstoff, genug brennbares Material und genügend Zündenergie. Sie muss zwischen 280 und 300 Grad heiß sein, damit trockene Grashalme, Zweige und abgefallene Nadeln Feuer fangen. Ein Streichholz oder eine Zigarette kann diesen Wert erreichen. Die Flammen greifen dann auf Gebüsch, Unterholz und Bäume über.
Grundsätzlich gilt: Je trockener und brennbarer der Wald, desto schneller kann sich das Feuer horizontal und vertikal ausbreiten. Zusätzlich erhöhen warme Winde das Waldbrandrisiko. Besonders Nadel-, Kiefer- aber auch Fichtenwälder sind von Bränden betroffen, so die Stiftung Unternehmen Wald. Sie stehen meist auf sehr trockenem Untergrund und haben eine dicke Nadelstreu auf dem Boden. Ideale Bedingungen, damit aus einem Funken ein Flächenbrand wird. Buchen- und Laubmischwälder brennen laut der Stiftung so gut wie nie, denn sie sind auch im Frühjahr und Sommer größtenteils kühl und feucht.
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Waldbrand: Vier unterschiedliche Feuertypen
Doch Waldbrand ist nicht gleich Waldbrand. Grob unterscheidet man zwischen vier Typen:
- Das Bodenfeuer nährt sich von abgefallenen Blättern, Zapfen und Nadeln und tritt in bodennaher Vegetation auf. Es kommt am häufigsten vor, ist aber am einfachsten zu kontrollieren.
- Als gefährlichste Art gilt das Kronenfeuer, das sich auf Bäumen und Sträuchern ausbreitet. Die Flammen schlagen über abgestorbenes Holz oder trockene Rinde in die Wipfel. Das Kronenfeuer ist schwer zu beherrschen, da die Flammen mit reichlich Sauerstoff angereichert werden und unvorhersehbar ihre Richtungen ändern können.
- Beim Erdfeuer handelt es sich um einen unterirdischen Brand, der zum Beispiel in Torfböden ausbricht. Heimtückisch: Diese Schwelbrände können über lange Zeiträume unentdeckt unter der Oberfläche brennen.
- Äußerst selten in Mitteleuropa ist der Stammbrand, bei dem hohle oder trockene Einzelbäume, meist durch Blitzschlag ausgelöst, brennen.
Die Ursachen für Waldbrände sind vielfältig. Aber: Nur selten werden sie durch Naturgewalten, wie etwa Blitzeinschläge, ausgelöst. Viel öfter ist der Mensch schuld, laut WWF in 96 Prozent der Fälle. Eine achtlos weggeworfene Zigarette, ein Grillfest, heiße Autokatalysatoren oder Brandstiftung: Ist es im Sommer heiß, kann all das gefährlich werden.
fmg







