Weltweit forschen Wissenschaftler an einem Virus, das bis vor wenigen Monaten nicht mal einen Namen hatte. Wenig Zeit, um sich Wissen anzueignen. Dennoch war die Forschung wohl noch nie so schnell. Experten und Pharmafirmen in China, Indien, Russland, den USA, auch Deutschland – sie alle wollen das Mittel finden, das die Pandemie beendet.
Und schon Mitte 2021 könnte die Welt über einen Impfstoff verfügen, der auf breiter Basis gegen das neue Coronavirus Sars-CoV-2 eingesetzt werden könnte, sagte die Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan. Mehr als 20 Kandidaten befänden sich derzeit in klinischen Studien. „Es wäre sehr viel Pech, sollten alle scheitern“, sagte Swaminathan. Wo steht die Welt im Wettlauf um den Impfstoff? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wer arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffs?
Laut WHO laufen weltweit mehr als 160 Impfstoffprojekte. Mehr als 20 mögliche Kandidaten werden bereits an Freiwilligen getestet, darunter auch zwei aus Deutschland: Das Mainzer Biotechunternehmen BionTech arbeitet gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer an einem Impfstoff. Erste Tests an Menschen laufen seit Ende April und Mai in Deutschland und den USA. Auch das Tübinger Unternehmen CureVac befindet sich in der ersten Phase der klinischen Studie.


