- Im Sommer ist es vielerorts unerträglich heiß – auch in Deutschland
- Diese Regionen sind die heißesten in der Bundesrepublik
- Ein Bundesland bricht alle Temperaturrekorde
Regelmäßig werden in Deutschland neue Hitzerekorde aufgestellt. Der Grund ist der Klimawandel, der die Atmosphäre immer weiter aufheizt. Und so werden auch nördlich der Alpen, wo das früher undenkbar schien, inzwischen manchmal Temperaturen über 40 Grad gemessen. Einige Orte stechen dabei besonders hervor.
Wir blicken auf die heißesten Tage, die jemals in Deutschland registriert wurden – und zeigen, welche Orte dabei die extremsten Werte erreicht haben.
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Hitzerekorde in Deutschland: Diese Orte sind die absoluten Hotspots
Besonders heiß sind der Süden und Westen Deutschlands. Die fünf heißesten Orte des Landes finden sich alle dort, genauer gesagt in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Besonders heiß war zudem der Juli 2019, in dem mehrere Rekorde gebrochen wurden. Das sind die heißesten Orte:
- Duisburg-Baerl (NRW): 41,2 Grad (25. Juli 2019)
- Tönisvorst (NRW): 41,2 Grad (25. Juli 2019)
- Geilenkirchen (NRW): 40,5 Grad (24. Juli 2019)
- Kitzingen (Bayern): 40,3 Grad (5. Juli 2015)
- Gärmersdorf (Bayern): 40,2 Grad (27.Juli 1983)
Damit befinden sich die drei heißesten Orte der Republik alle in Nordrhein-Westfalen. Zeitweise galt zwar Lingen in Niedersachsen mit 42,6 Grad als Rekordhalter, diesen Wert annullierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) aber später wegen eines Messfehlers.
Im Schnitt am wärmsten: Wo in Deutschland ist die Temperatur im Durchschnitt am höchsten?
Bei den oben genannten Rekorden handelt es sich allerdings nur um einzelne Ausreiser. Nur weil es an diesen Ort einmalig so heiß war, muss das nicht immer der Fall sein. Doch wo ist es in Deutschland im Schnitt am wärmsten? Betrachtet man das Jahr 2021, war Köln-Stammheim (NRW) mit im Jahresdurchschnitt 11,4 Grad der wärmste Ort der Republik. Danach folgen Waghäusel in Baden-Württemberg mit 11,2 Grad und Mannheim (Baden-Württemberg) mit 10,9 Grad.

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Übrigens: Während Deutschland in Sachen Hitze eher im Mittelfeld landet, gehört ein Ort in der Republik beim Thema Kälte zur Weltspitze. Genauer gesagt geht es um den Funtensee in Bayern. Dort wurde 2001 ein Extremwert von -45,9 Grad erreicht. Damit ist der Funtensee nicht nur der mit Abstand kälteste Ort Deutschlands, sondern erreichte auch eine der niedrigsten Temperaturen, die je auf der Erde gemessen wurden.
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Tropische Nächte: Hier in Deutschland ist es nachts am heißesten
Während bei den Höchsttemperaturen am Tag zwei Orte in Nordrhein-Westfalen die Spitzenplätze einnehmen, geht der Nacht-Rekord an einen Berg in Rheinland-Pfalz. Dort fiel am 25. Juli 2019 die Temperatur auch in der Nacht nicht unter 26,2 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilte. Das waren laut DWD die wärmsten Nächte in Deutschland:
- Neustadt an der Weinstraße, Weinbiet (Rheinland-Pfalz): Temperatur nicht unter 26,2 Grad, 25. Juli 2019
- Kubschütz (Sachsen): Temperatur nicht unter 26,1 Grad, 16. Juli 2007
- Weiskirchen (Saarland): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 5. August 2003
- Lindenfels (Hessen): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 13. August 2003
- Freiburg (Baden-Württemberg): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 5. Juli 1957
Insgesamt nimmt die Zahl der tropischen Nächte in Deutschland zu. Damit gemeint sind Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. In den meisten Regionen passiert das nur sehr selten, laut DWD im Durchschnitt weniger als einmal pro Jahr. Allerdings registrierte das Umweltbundesamt im Jahr 2018 in manchen Gegenden Deutschlands mehr als zehn Tropennächte.
Dieser Artikel erschien erstmals im Juli 2022.








