Der Jubel über die erste deutsche Meisterschaft seit 1992 soll nach den Plänen der Stuttgarter Klubführung kein einmaliges Ereignis bleiben. Der Verein geht selbstbewusst in die nächste Saison. "Wir wollen uns langfristig unter den Top drei etablieren und regelmäßig an der Champions League teilnehmen", sagt Präsident Erwin Staudt. Für Trainer Armin Veh und Sportdirektor Horst Heldt lautet der Auftrag, die spielerische Qualität weiter zu verbessern. "Wir werden den Spielerstamm zusammenhalten, das hat die Mannschaft verdient. Wir werden uns aber punktuell verstärken, " sagt Heldt, der zudem weiter auf die erfolgreiche Jugendarbeit und das gute Scoutingsystem vertrauen will. "Wir werden nur Spieler verpflichten, die charakterlich einwandfrei sind", so Staudt.

Die ersten Zugänge stehen bereits fest. Für Torhüter Timo Hildebrand (ins Ausland) kommt Raphael Schäfer (Nürnberg). Für die Verteidigung ist der Brasilianer Gledson (Rostock) eine Alternative. Dazu kommen Torwart Sven Ulreich und Abwehrspieler Tobias Feisthammel aus der vereinseigenen Talentschmiede.

Handlungsbedarf gibt es im spielerischen Bereich. Antonio da Silva war in seiner ersten VfB-Saison nicht effektiv genug, Alexander Farnerud zu oft verletzt. Yildiray Bastürk von Hertha BSC wird deshalb mit einem Jahresgehalt von 2,7 Millionen Euro gelockt. Albert Streit von Eintracht Frankfurt ist ebenso ein Thema. Aus Kaiserslautern kommt Silvio Meißner zurück.

Eine weitere Baustelle ist der Angriff. Mario Gomez und Cacau sind zu wenig für die Mehrfachbelastung durch die Champions League. Interesse hat der VfB an Mohamed Zidan (Mainz) und an Sergiu Radu (Cottbus).

Auf 15 bis 20 Millionen Euro sind die Einnahmen aus der Champions League taxiert. Ein Teil des Geldes wird für die Trennung von Spielern ausgegeben. Der bis 2009 laufende Vier-Millionen-Vertrag des Dänen Jon Dahl Tomasson (an Villarreal ausgeliehen), soll aufgelöst werden. Gleiches gilt für Danijel Ljuboja (Hamburg).

KS