Unter dem Titel «Gemeinsame Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr» stellte im Mai 2000 eine von Richard von Weizsäcker (CDU) geführte Kommission Vorschläge zu einer umfassenden Reform der als zu groß und unmodern eingeschätzten Bundeswehr vor. Die künftige Struktur der Truppe sollte sich an den Aufgaben Krisenvorsorge und -bewältigung orientieren. Mit dem Argument, Deutschland sei nur noch von Bündnis- und Integrationspartnern umgeben, forderte sie eine deutliche Verkleinerung der Bundeswehr. Konkrete Vorschläge waren unter anderem die Reduzierung der Streitkräfte von 330 000 auf 240 000 Soldaten und der Zahl der Zivilbeschäftigten auf 80 000. Im Gegenzug sollte die Zahl der Krisenreaktionskräfte (damals 140 000) deutlich erhöht werden. Die Wehrpflicht sollte flexibel gehandhabt, die Zahl der Einberufenen von 130 000 auf 30 000 Mann verringert werden. asg, uhl
Hintergrund: Weizsäcker-Kommission
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