dpa Mannheim - Das Zusammenrücken der Planeten Venus und Jupiter am Abendhimmel hat in der Nacht zum Sonntag bei vielen Menschen für helle Aufregung gesorgt. Sein Telefon habe zwischen Sonnenuntergang und 1.00 Uhr nachts nicht mehr still gestanden, sagte der Mannheimer Ufo-Forscher Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (cenap). Anrufer aus ganz Deutschland hätten von «glimmenden Magnesium-Fackeln» am Himmel berichtet.

Walter sagte, das «himmlische Duo» von Venus und Jupiter rücke alle paar Jahre zusammen. «Zuletzt hat es dieses Phänomen im Februar 1999 gegeben».

Fälschlicherweise dächten die Menschen dann gleich an das Auftauchen unbekannter Flugobjekte (Ufos). Im nordrhein-westfälischen Höxter hat nach Angaben Walters eine junge Frau am Sonnabend kurz nach Sonnenuntergang ein Paar «extrem grelle Lichter» am Himmel beobachtet.

In Deggendorf (Bayern) hätten die Gäste einer Grillfeier «zwei Superstrahler» gesehen. Gerade bei gutem Wetter könne man das Phänomen der Planeten-Konjunktion am Westhimmel mit bloßem Auge bequem beobachten, sagte Walter. Außerdem überfliegt derzeit die Internationale Raumstation ISS Deutschland. Auch den Flug der ISS könnten Himmelsbeobachter als «fetten Lichtpunkt» vom Westen her kommend erkennen. Dies hätten ihm Anrufer aus Porta Westfalica und von der Schwäbischen Alb bestätigt, sagte Walter.