Das "Theater für Niedersachsen", das gerade aus der Fusion des Theaters Hildesheim und der Landesbühne Hannover hervorgegangen ist, führt als erstes deutsches Stadttheater das Musical als eigene, gleichrangige Sparte neben Musiktheater, Schauspiel und Jugendtheater ein. Die Musicalsparte will mit festem Ensemble drei Premieren pro Saison herausbringen. Dieses neue Modell macht auf einen Wechsel im Bildungskanon aufmerksam. Denn damit wird das Musical, eigentlich ein Kind des Showbusiness und damit ein reines Mainstream-Produkt, zum bürgerlich-subventionierten Kulturaufsteiger. Als Sparte löst es das Ballett und auch die Operette ab. Künstlerisch mag das in den Spielplänen kleinerer Bühnen seit Jahren so laufen. Aber die emanzipierte Musical-Sparte zeigt, dass jetzt eine neue Generation in die Intendanzen hinein wächst. Die Generation Pop übernimmt die Aufklärung - hoffentlich hat sie dem Publikum etwas zu sagen.
Das Musical steigt auf
Das “Theater für Niedersachsen“, das gerade aus der Fusion des Theaters Hildesheim und der Landesbühne Hannover hervorgegangen ist, führt als erstes deutsches Stadttheater das Musical als eigene, gleichrangige Sparte neben Musiktheater, Schauspiel und Jugendtheater ein.
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