1952 wurde mit dem Bau der monumentalen Wohnhäuser an der zunächst nach dem sowjetischen Diktator Stalin benannten Allee begonnen. Die SED wollte damit Stärke beim Wiederaufbau der zerstörten Stadt demonstrieren. Doch schon 1953 ging von der Baustelle - der größten in der DDR - maßgeblich der Arbeiteraufstand vom 17. Juni aus. Erste Mieter in den großzügig geschnittenen Wohnungen, die inzwischen saniert sind, waren hauptsächlich Funktionäre und regimetreue Arbeiter. 1961 wurde die Magistrale, die heute unter Denkmalschutz steht und wegen ihres "Zuckerbäckerstils" berühmt ist, in Karl-Marx-Allee umbenannt.
LR

