Mit Kranzniederlegungen, Gedenkmärschen und Konzerten wird an den Jahrestag des Judenpogroms vom 9. November 1938 erinnert:
Schüler-Sternmärsche zur Gedenkstätte Putlitzbrücke beginnen heute um 11 Uhr am Siegmunds Hof 10, um 12 Uhr an der Levetzowstraße 7 - 8 und zeitgleich vor dem Jüdischen Krankenhaus (Heinz-Galinski-Straße 1).
Gedenken auf jüdischen Friedhöfen: 10.30 Uhr an der Herbert-Baum-Straße (Weißensee), 12 Uhr an der Schönhauser Allee 25 (Prenzlauer Berg).
Konzert: Das «Klangdenkmal für die Opfer des Holocaust» - Variationen für Streichquartett über ein Thema des jüdischen Komponisten und KZ-Überlebenden Coco Schumann - ist ein Gemeinschaftswerk von 26 Berliner Komponisten und wird um 19 Uhr in der Stadtbibliothek, Breite Straße 36, uraufgeführt.
Schweigemarsch: Er führt zum Mahnmal am Bahnhof Grunewald, wo einst auch die Züge in die KZs abfuhren. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Rathenau-Gedenkstein an der Königsallee/Ecke Erdener Straße. Gegen 16.30 Uhr beginnt am Bahnhof eine Kundgebung, auf der auch der israelische Botschafter Shimon Stein sprechen wird.
Dokumentarfilm: «Worte muss man sehen können» heißt das Werk der jüdischen Filmerin Eva Kemlein, die mit der Kamera Zeugin der Pogrome wurde und im Untergrund überlebte: Sonntag, 16 Uhr im Jüdischen Kulturverein, Oranienburger Straße 26.
Gedenkstunde: Bezirksamt und Bezirksverordnete aus Mitte kommen am 11. November um 18 Uhr zu einer Gedenkstunde im Rathaus Tiergarten (Mathilde-Jacob-Platz 1) zusammen. LR

