Busfahrer werden angepöbelt, bedroht und bespuckt. Ein Mitarbeiter wird zum Beispiel zusammengeschlagen - weil er sich weigert, Fahrgäste an einer roten Ampel aussteigen zu lassen. 187 solcher und ähnlicher Vorfälle zählte die BVG bislang in diesem Jahr. Manchmal kann man nur fassungslos sein. Fassungslos darüber, daß Menschen in unserer Stadt an ihrem Arbeitsplatz sinnloser Gewalt ausgesetzt sind. Dort, wo sie etwas für andere tun. Sie beispielsweise sicher und zuverlässig von A nach B bringen. Steuern zahlen, für die Renten, für Studienplätze, für unsere Straßen. Ist das nur ein Problem in der großen Stadt? Sicher nicht. Oder ein Problem dieser Zeit? In der der Frust wächst, weil mehr Menschen weniger haben? Vielleicht. Im Allgemeinen sind schlechte Zeiten besser zu ertragen, wenn Menschen zusammenhalten und (auf)einander achten. Fangen wir endlich wieder damit an. Anstatt unseren Frust aneinander auszulassen.