Ein ganz normaler junger Mann, der ab und zu gern mit seinen Kumpels Fußball spielt - so präsentierte sich Superstar Robbie Williams, der am Sonntag im Velodrom auftritt, als er am Donnerstagabend im Preussenstadion an der Malteserstraße in Lankwitz eintraf. "Er war wirklich sehr sympathisch", sagte gestern Karlheinz Ulbrich, Manager vom BFC Preussen. "Robbie und seine Band haben ein Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft von uns gemacht. Und ich denke, daß sie sich hier sehr wohl gefühlt haben. Ein paar Stündchen waren sie schon da."
Laut Olympiastadion-Geschäftsführer Peter von Löbbecke habe das Hotel Ritz Carlton, in dem Williams in Berlin residiert, auch bei ihm angefragt. Doch in dem großen Stadion ist gerade die Winter-Rasenpflege angelaufen, so daß der Sänger auf einen der Nebenplätze hätte ausweichen müssen.
Laut Ulbrich sei ohnehin klar gewesen, daß der Star im Preussenstadion spielen würde. "Der Manager von Robbie Williams hat aus Freundschaft bei uns angerufen. Über die Fußballschiene kenne ich ihn um drei Ecken, und er wußte, daß das hier ein ruhiger Privatverein ist. Robbie fand es ganz erstaunlich, daß das Gelände dem Verein selbst gehört."
Aus diesem Grund konnte am Donnerstag auch alles so organisiert werden, daß der Star und seine Entourage völlig ungestört waren. "Robbie wollte einfach in Ruhe kicken, und wir haben hier die Möglichkeit, kurzfristig umzuplanen, so daß alles reibungslos funktioniert hat", so Ulbrich. Man habe einfach einen guten Draht zur "Truppe" und außerdem sei das Stadion nicht nur idyllisch gelegen, sondern auch sehr sicher. "Es ist quasi total verschlossen und hat einen Sicherheitstrakt", erklärte Ulbrich. "So konnte er einmal für eine kurze Zeit seine Freizeit genießen, ohne gestört zu werden."
Entspannung konnte der Fußball-Fan sicher gut gebrauchen, bevor er morgen vor seinen Fans auftritt. Die Hauptstadt befindet sich bereits im Robbie-Fieber. Der BFC Preussen hat sich jedenfalls noch etwas überlegt: "Robbie soll zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt werden", so Ulbrich.

