1756 erwähnt eine Urkunde das Haus für Zehlendorfer Fischer erstmalig. Postillione rasten dort, die nahe Poststraße führt von Spandau nach Stahnsdorf. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Fischerhütte das einzige Lokal im Grunewald. 1863 brennt sie ab und wird größer wieder aufgebaut. Von 1945 bis 1981 gehört die Alte Fischerhütte den Berliner Wasserwerken, die wegen der Sanierungskosten von etwa einer Million Mark keinen Käufer dafür finden. Im Januar 1981 übernimmt das Bezirksamt Zehlendorf die marode Immobilie. Im November 1981 pachten Kammersänger Karl-Josef Hering und seine Frau Hedy das Anwesen für 20 Jahre. Seit Mitte der 90er-Jahre streiten sich die Herings und der Bezirk um die Verantwortung für den Verfall des Restaurants. Sechs Jahre sucht das Land einen Abnehmer, zwei Ausschreibungen scheitern 1996 und 1998. Der Verkehrswert beträgt 766 000 Euro. 2002 erhält Gastronom Josef Laggner vom Berliner Liegenschaftsfonds den Zuschlag.

L.P./pol