Denn dieser erste Körperkontakt, so die Ärzte der Charité, sei wichtig für das Wohl der Kinder und fördere die emotionale Beziehung. Den Zustand der am 16. Oktober geborenen vier Mädchen und zwei Jungen schätzen sie jetzt als "stabil" ein.

Neben den Haut-an-Haut-Kuscheleinheiten bei Papa und Mama in einem eigens dafür vorgesehenen Liegestuhl - was Fachleute mit dem Terminus "Känguru-ing" umschreiben -, wird nun viel unternommen, damit die Sechs bald an Gewicht zulegen. Die Geschwister erhalten inzwischen täglich 140 Milliliter Muttermilch. Das entspricht einer Menge von etwa 18 Esslöffeln. Die Flüssigkeit wird abgepumpt, da das Sextett noch nicht alt und stark genug ist, um sich an der Mutterbrustselbst zu bedienen.

Die Babys, die bei ihrer Geburt zwischen 800 und 900 Gramm wogen und zwischen 33 und 35 Zentimetern maßen, waren in der 27. Schwangerschaftswoche, dem Ende des sechsten Monats, per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht worden. In den eigens für außergewöhnlich verlaufene Geburten eingerichteten Räumen des Hospitals ist nun die gesamte Familie Tag und Nacht unter einem Dach vereint.

Die Geburt von Sechslingen ist in Deutschland äußerst selten. Zuletzt war hierzulande vor 20 Jahren eine Sechslingsgeburt verzeichnet worden. In einer New Yorker Klinik indes hatte ein Einwandererpaar aus Ecuador Anfang Oktober ebenfalls Sechslinge bekommen.

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