Musik und bürgerschaftliches Engagement sollten die Gedächtniskirche beleben. Das Gedenkkonzert für Kaiserenkel Louis Ferdinand Prinz von Preußen, der gestern hundert Jahre alt geworden wäre, sollte nun vor allem dem Berliner Wahrzeichen im Herzen der westlichen City eine Zukunft ermöglichen. Namhafte Berliner, wie der Kammersänger Jochen Kowalski, wollten ihre Kunst im Rahmen eines Benefizabends in den Dienst der Rettung dieses alten Turms stellen, der von Einsturz bedroht ist.

Gastgeber waren die Kirchengemeinde sowie die Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Unter jenen, die man für das Auftaktereignis der Spendenaktion gewinnen konnte, waren als Rezitatoren die Schauspieler Leslie Malton und Felix von Manteuffel, die Sopranistin Laila Salomé Fischer, die Solocellistin Gabriel Schwabe und die jungen zwölf Cellisten des Berliner Julius-Stern-Instituts.

Auf dem Programm standen Werke von Glinka, Händel, Villa-Lobos und Purcell. Den Auftakt des Abends sollte allerdings die Arbeit eines weniger namhaften Komponisten machen. So hatten die Musiker jene Tonfolge einstudiert, die seit den Sechzigern stündlich vom alten Turm erklingt. Geschrieben wurde die Melodie vom 1994 verstorbenen Louis Ferdinand Prinz von Preußen.

Schirmherrin des Abends war Bundeskanzlerin Angela Merkel. In einem Grußwort erklärte sie: "Das Vorhaben der Stiftung "Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche" hat eine breite bürgerschaftliche Unterstützung verdient. Allen, die sich für die Sanierung und den Erhalt des Alten Turms einsetzen, möchte ich für ihr Engagement danken."

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