Die Berliner Opern - drei Häuser mit großer Tradition

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Staatsoper Die einstige "Königliche Hofoper" Unter den Linden ist das traditionsreichste Haus.

Staatsoper

Die einstige "Königliche Hofoper" Unter den Linden ist das traditionsreichste Haus. Friedrich II. ließ die Oper bauen, die 1742 eröffnet wurde. Dies war gleichzeitig der Anfang der über 250-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit von Staatsoper und Staatskapelle. 1821 feierte Carl Maria Webers "Freischütz" in der Staatsoper Premiere. Heute arbeiten noch 650 Mitarbeiter in dem Haus.

Intendanten

Trotz Mauerbaus 1961 gelang es der Staatsoper unter den Intendanten Hans Pischner und Günter Rimkus in den folgenden Jahrzehnten, den internationalen Ruf zu erhalten. Mit Daniel Barenboim wurde 1992 ein Musiker mit langjähriger internationaler Erfahrung als Künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor gewonnen. Derzeitiger Intendant ist heute Peter Mussbach.

Deutsche Oper

Das Haus wurde am 24. September 1961 als das größte Opernhaus Berlins nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiedereröffnet. Seitdem präsentieren an der Bismarckstraße renommierte Künstler und ein exzellentes Ensemble Werke von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Richard Wagner und Richard Strauss.

Architektur

Fritz Bornemanns Architektur garantiert den Operngästen optimale Sichtverhältnisse und beste Akustik auf jedem der 1865 Plätze. Prägenster Kopf für die Deutsche Oper war Götz Friedrich, der das Haus zwischen 1981 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 als Generalintendant leitete. Er ist maßgeblich für den guten internationalen Ruf der Oper verantwortlich. Zusätzlich leitete er neun Jahre lang - von 1984 bis 1993 - das Theater des Westens an der Hardenbergstraße.

Komische Oper

Von dem Theaterbau, den die Wiener Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner 1892 errichteten, und der zunächst das Theater Unter den Linden beherbergte, ist heute nur noch der Zuschauerraum übrig geblieben. Das Metropol-Theater, das hier ab 1898 angesiedelt war, wurde im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen, wobei der Eingangsbereich völlig zerstört wurde.

Gründung in der Nachkriegszeit

Im Jahr 1947 begann mit der Gründung der Komischen Oper Berlin durch den österreichischen Regisseur Walter Felsenstein ein neues Kapitel in der Geschichte des Gebäudes. Harry Kupfer trat sein Amt als Chefregisseur 1981 mit Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" an. Er wurde 2002 von Andreas Homoki abgelöst.

-ker