Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte klettert die Alternative für Deutschland (AfD) in der Wählergunst auf den höchsten Wert seit über einem Jahr. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag von „Bild am Sonntag“ erhebt, legt die rechtspopulistische Partei um einen Punkt auf acht Prozent zu. Zuletzt kam sie im Oktober 2014 auf diesen Wert.
Besonders groß ist der Zuspruch in Ostdeutschland: Hier kommt die AfD auf 15 Prozent. Im Westen sind es sieben Prozent. Einen Prozentpunkt abgeben muss hingegen die SPD, sie erreicht 25 Prozent. Unverändert bleiben die Werte für Union (36 Prozent), FDP (fünf Prozent), Linkspartei (zehn Prozent) und Grüne (zehn Prozent). Die Sonstigen kommen auf sechs Prozent.
Merkels Vorsprung vor Gabriel schwindet
Wenn der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt würde, könnte der wahrscheinliche SPD-Herausforderer Sigmar Gabriel gegenüber Amtsinhaberin Angela Merkel Boden gutmachen. Lag der Vorsprung der Kanzlerin im Mai noch bei 53 zu 17 Prozent, würden jetzt 21 Prozent für Gabriel stimmen und 45 Prozent für Merkel. Emnid befragte für den Sonntagstrend vom 22. bis zum 28. Oktober 1869 Personen. Für die Kanzlerfrage wurden am Freitag 500 Personen befragt (rtr/dpa)


