Skiunfall

Verletzte Angela Merkel empfängt Sternsinger auf Krücken

Trotz eines Bruchs im Beckenring ist Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt erschienen und hat Sternsinger empfangen. Eigentlich soll die Kanzlerin viel liegen, zur Arbeit kam sie mit Krücken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) haben am Dienstag 108 Sternsinger aus allen deutschen Bistümern empfangen. Merkel begrüßte die Kinder auf Krücken gestützt. Altmaier hatte daher einen Teil des Programms übernommen.

Die Kanzlerin hatte sich beim Skifahren im Engadin in der Schweiz verletzt. Sie war beim Langlauf gestürzt und hatte sich eine sogenannte Infraktion, einen unvollständigen Bruch im linken hinteren Beckenring, zugezogen. Viele Termine im In- und Ausland sagte Merkel daher ab. Sie soll nun vor allem liegen, will vom Krankenbett weiter arbeiten. Die Sternsinger empfing die Kanzlerin dennoch persönlich, und auch die Kabinettssitzung am Mittwoch will sie leiten.

Die als die heiligen drei Könige verkleideten Jungen und Mädchen überbrachten Merkel und Altmaier im Kanzleramt den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“. Der Besuch der Sternsinger im Kanzleramt hat Tradition. Bei Kanzlerin Merkel sind sie zum neunten Mal zu Gast.

Bereits am Montag hatte Bundespräsident Joachim Gauck die Sternsinger im Schloss Bellevue empfangen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die Sternsinger am Donnerstag im Familienministerium treffen.

Am Sternsingen, einem katholischen Brauch, beteiligen sich alljährlich deutschlandweit Hunderttausende Kinder. Sie ziehen von Haus zu Haus, kennzeichnen die Tür mit Kreide und sammeln dabei Spenden für Projekte vor allem in armen Ländern. Nach Angaben des Missionswerks „Die Sternsinger“ steht in diesem Jahr vor allem das Schicksal von Flüchtlingskindern im Vordergrund.