Vatikan

Berlins Kardinal Woelki begrüßt neuen Nuntius für Deutschland

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: dpa

Erzbischof Nikola Eterovic ist der neue Botschafter des Vatikans in Deutschland und traf am Donnerstag in Berlin ein. Eterovic ist zugleich der „Erste unter Gleichen“ unter den Botschaftern in Berlin.

Der neue Nuntius für Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic (63), ist am Donnerstagvormittag in Berlin eingetroffen und am Flughafen Tegel von Berlins Kardinal Rainer Maria Woelki begrüßt worden. Er freue sich auf das neue Amt, das für ihn eine Ehre sei, sagte der Botschafter des Papstes gegenüber Journalisten nach seiner Ankunft. Seine Aufgabe als Nuntius sehe er darin, die Beziehungen des Papstes zur Kirche in Deutschland zu pflegen und zu verbessern sowie den Kontakt des Heiligen Stuhls zur Bundesregierung herzustellen.

Eterovic stammt aus Kroatien und ist Nachfolger des im September aus dem Amt ausgeschiedenen Vatikandiplomaten, Erzbischof Jean-Claude Perisset (74). Mit der Akkreditierung beim Bundespräsidenten in der kommenden Woche tritt er offiziell sein Amt an. Im Rang eines Botschafters ist der Nuntius der Vertreter des Heiligen Stuhls in Deutschland sowohl gegenüber der Ortskirche als auch gegenüber dem Staat. Als Doyen des Diplomatischen Corps wird Eterovic eine Art „Erster unter Gleichen“ unter den Botschaftern in der Hauptstadt sein.

Rolle des Nuntius spielt künftig große Rolle

Eterovic war bislang Generalsekretär der Weltbischofssynode. In dieser Funktion war er maßgeblich für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von fünf großen Bischofssynoden zuständig. Am Samstag hatte Eterovic im Rahmen einer Audienz bei Papst Franziskus letzte Instruktionen für seine neue Aufgabe erhalten. Die Rolle des Nuntius gilt vor allem innerkirchlich für die kommenden Jahre als bedeutend; mehrere Bischofsstühle in Deutschland sind demnächst neu zu besetzen. Dem päpstlichen Botschafter kommt dabei eine besondere Rolle zu.

Woelki sagte bei der Begrüßung, in Berlin sei jeder fünfte Katholik nicht-deutscher Herkunft. „Auch das ist ein Zeichen für die katholische Weltkirche, die der Vertreter des Papstes in besonderer Weise repräsentiert.“ Der Sekretär der Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, erklärte, die Bischofskonferenz freue sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Beziehungen zwischen der Apostolischen Nuntiatur und der Deutschen Bischofskonferenz seien ausgezeichnet.

Bereits unmittelbar nach der Ernennung hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, Eterovic willkommen geheißen und betont, die Bischöfe wollten gemeinsam mit dem Nuntius die Brücken zwischen Rom und Deutschland weiter ausbauen.