Kredit-Affäre

Eigenheim-Kredit an Wulff ging angeblich in Ordnung

Die Landesbank Baden Württemberg hat keine Regeln bei der umstrittenen Kreditvergabe an Christian Wulff verletzt – sagt ein Prüfungsausschuss der Bank.

Nach der Staatsanwaltschaft Stuttgart sieht auch die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) keine Regelverstöße bei der Vergabe eines umstrittenen Kredits an Bundespräsident Christian Wulff. Die Bank teilte am Donnerstagabend mit, eine interne Prüfung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass „die Kreditvergabe gemäß den internen und banküblichen Regeln erfolgte“.

Ein Fehlverhalten der Bank sei nicht festgestellt worden, teilte das Institut nach einer außerordentlichen Sitzung des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats weiter mit.

Kein Ermittlungsverfahren gegen Christian Wulff

Schon in der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart erklärt, sie werde weder gegen Wulff noch gegen die BW-Bank, einer Tochter der LBBW, ein Ermittlungsverfahren einleiten. Ein Anfangsverdacht für Untreue oder Vorteilsnahme beziehungsweise Vorteilsgewährung sei nicht ersichtlich. Keine der eingegangenen Anzeigen über die umstrittene Darlehensvergabe der BW-Bank zur Finanzierung von Wulffs Einfamilienhaus habe sich als stichhaltig erwiesen.

Wulff hatte nach Medienberichten einen Kredit, mit dem er als niedersächsischer Ministerpräsident ein privates Darlehen der Unternehmergattin Edith Geerkens ablöste, von der zur Landesbank LBBW gehörenden BW-Bank zu ungewöhnlich günstigen Zinsen von 0,9 bis 2,1 Prozent erhalten.

( dpa/UC )

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