Parteispenden

Korruptionsverdacht gegen Duisburger OB Sauerland

Wegen des Verdachts auf Korruption ermittelt die Wuppertaler Staatsanwaltschaft gegen Adolf Sauerland. Dabei werden Parteispenden aus seinem Wahlkampf beleuchtet.

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Gegen den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Man gehe dem Anfangsverdacht der Vorteilsannahme nach, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft.

Es gehe um Parteispenden für Sauerlands Wahlkampf. Möglicherweise habe es sich dabei um verbotene Spenden gehandelt.

„Wir haben den Ermittlern volle Kooperation zugesagt“, sagte Sauerlands Anwalt Wolf Schiller. „Ich werde zunächst Akteneinsicht nehmen. Soweit Verdachtsmomente bestehen sollten, werden wir versuchen, diese so schnell wie möglich auszuräumen.“

Konflikte an mehreren Fronten

Sauerland war am Mittwoch darüber informiert worden, dass er im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen rund um das NRW-Landesarchiv als Beschuldigter gilt.

Wegen der Loveparade-Katastrophe im Juli 2010 steht der Oberbürgermeister ohnehin in der öffentlichen Kritik.

Nachdem die Bürgerinitiative "Neuanfang für Duisburg“ 79.000 Unterschriften für ein Abwahlverfahren gesammelt hat, wurde offiziell von der Duisburger Stadtverwaltung das Abwahlverfahren gegen ihn eingeleitet. Der Bürgerentscheid über seine Abwahl soll im kommenden Jahr stattfinden.