Nach heftiger Kritik

DGB-Chef Sommer verzichtet auf SPD-Posten

Gewerkschaftsboss Michael Sommer will nun doch nicht in den Vorstand der SPD. Der geplante Karriereschritt habe zu "Irritationen" geführt, begründete er den Rückzieher.

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DGB-Chef Michael Sommer verzichtet auf einen Sitz im SPD-Bundesvorstand . „Um den DGB und die Einheitsgewerkschaft nicht zu beschädigen, erkläre ich hiermit, dass ich für kein Amt in der SPD zu Verfügung stehe“, teilte Sommer am Freitag in einer Erklärung mit.

Zunächst habe er sich bereit erklärt, künftig als kooptiertes Mitglied an den Sitzungen des SPD-Parteivorstands teilzunehmen, um dort als DGB-Chef die Position der Arbeitnehmer zu vertreten.

„Die Nachricht über diesen Schritt hat jedoch zu Irritationen darüber geführt, ob auf diese Weise der Charakter der Einheitsgewerkschaft gewahrt werden kann“, sagte Sommer, der seit über 25 Jahren SPD-Mitglied ist.

Außerdem habe es „gezielte Indiskretionen und Falschmeldungen“ gegeben, dass er angeblich ein Bundestagsmandat für die SPD anstrebe.