Schwarz-gelbe Koalition

Brüderle verhöhnt "Geißlersches Kuriositätenkabinett"

Für Heiner Geißler hat die FDP Schuld an den schlechten Umfragewerten – Brüderle kontert: Das Problem seien "unüberlegte Verlautbarungen wie die von Geißler".

Foto: dpa (2) / dpa (2)/Karlheinz Schindler, Franziska Kraufmann

In der Debatte um das Erscheinungsbild der CDU macht ihr früherer Generalsekretär Heiner Geißler die FDP für die schlechten Umfragewerte der Union verantwortlich. „Die CDU hat den falschen Koalitionspartner. Leider kann man daran nichts ändern. Aber das Problem heißt ganz klar FDP“, sagte Geißler Morgenpost Online .

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle wies die Äußerungen Geißlers zurück. „Das Problem der CDU sind unüberlegte Verlautbarungen wie die von Heiner Geißler“, sagte er. Die Äußerungen seien „ein weiteres Stück aus dem Geißlerschen Kuriositätenkabinett dieser Woche – und als genau das auch zu bewerten“.

Geißler empfiehlt Schwarz-Grün

Fast alle Probleme der CDU in der Koalition sind nach Ansicht Geißlers von der FDP verursacht worden – von der Hotelsteuer bis zur Steuersenkungsdebatte und der Verhinderung der internationalen Finanztransaktionssteuer.

Als Alternative zu Schwarz-Gelb empfahl Geißler erneut eine Koalition mit den Grünen. „Schwarz-Grün wäre eine viel vernünftigere Lösung. Es gab Hindernisse, aber die sind beseitigt.“

Brüderle konterte, um von seinen eigenen verbalen Eskapaden abzulenken, werfe Geißler „mit sachfremden Absurditäten um sich. Dabei sollte gerade er wissen, dass sich grüne Politik und Verlässlichkeit ausschließen.“