Kirche

Papstbesuch kostet jeden Katholiken einen Euro

Auf 25 bis 30 Millionen Euro werden die Kosten für den Deutschland-Besuch von Benedikt XVI. geschätzt. Auf jeden deutschen Katholiken komme damit rund ein Euro, heißt es.

Der Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. im September kostet die katholische Kirche 25 bis 30 Millionen Euro. Auf jeden deutschen Katholiken komme damit rund ein Euro, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Montag. Er bezeichnete die Kosten – gerade im Vergleich zu anderen Großereignissen – als vertretbar und angemessen. Und günstiger als ein Eurovision-Song-Contest.

Kopp zufolge kalkuliert das Erzbistum Berlin mit Kosten von etwa 3,5 Millionen Euro. Die Bistümer Erfurt und Freiburg, weitere Besuchsstationen des Papstes, rechnen jeweils mit etwa 11 Millionen Euro. Getragen werden die Kosten im wesentlichen von den drei beteiligten Bistümern, die auf eigene Mittel und zum Beispiel Einnahmen aus dem Verkauf von Souvenirs zurückgreifen. Da der Papst zugleich aber als Gast der Bundesrepublik komme, würden andere Kosten von Bund und Land übernommen. Die Kirche hoffe bei der Finanzierung auch auf Spenden und eine breit angelegte Merchandising-Aktion. Eine Sonderkollekte zum Papstbesuch brachte bundesweit zudem etwa 1,5 Millionen Euro ein.

Der aus Bayern stammende Papst weilt vom 22. bis 25. September in seinem Heimatland. Nach dem Auftakt in Berlin, wo Benedikt unter anderem im Bundestag spricht, reist er nach Erfurt und das Eichsfeld in Thüringen sowie nach Freiburg. An allen Besuchsstationen sind große Messen geplant, zu denen sich bislang 175.000 Gläubige angemeldet haben.