Unionszwist

"Rotzfrech" – Streit zwischen CDU und CSU eskaliert

Foto: dpa / dpa/DPA

Baden-Württemberg wird künftig von Grün-Rot regiert. CSU-Generalsekretär Dobrindt empfiehlt Firmen deshalb, nach Bayern zu kommen. Die CDU hält das für stillos.

Der Zoff zwischen Bayern und Baden-Württemberg geht weiter. Die Aufforderung des CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt an baden-württembergische Unternehmer, sich wegen des Wechsels von Schwarz-Gelb zu Grün-Rot im Südwesten künftig in Bayern niederzulassen , brachte auch den bisherigen Finanzminister Willi Stächele (CDU) auf die Palme:

"Ich halte diese Äußerung für stillos, um nicht zu sagen 'rotzfrech'", sagte der scheidende baden-württembergische Minister in Stuttgart.

"Wer Baden-Württemberg schadet, kriegt auf die "Hörner" - auch wenn er CSU-Nachbar ist", stellte Stächele fest. Der Respekt vor dem Wähler gebiete zudem einen anständigen Umgang mit dem designierten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen.

CSU-Generalsekretär Dobrindt hatte den Grünen-Politiker in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" als "Fehlbesetzung" bezeichnet. "Wer in einem Autoland die Reduzierung der Autoproduktion propagiert, weckt Zweifel an seiner Kompetenz", sagte Dobrindt.

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