Bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag steuert Berlin auf einen Briefwahl-Rekord zu. Bis Mittwoch wurden für fast 662.000 Berliner Wahlscheine ausgestellt und damit für 26,4 Prozent der Stimmberechtigten.
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„Das ist die höchste Zahl, die bisher bei einer Wahl in Berlin registriert wurde“, sagte Landeswahlleiterin Petra Michaelis am Donnerstag. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2013 wurden bis zum Wahltag 542.000 Wahlscheine für die Briefwahl ausgegeben, das entsprach 21,6 Prozent der Stimmberechtigten.
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Michaelis sieht den bundesweiten Trend, dass immer mehr Wähler per Brief abstimmen, mit Sorge. „Das verfassungsrechtliche Leitbild ist die Urnenwahl“, sagte Michaelis. Daran halte sie fest. Bei der Briefwahl zu Hause bestehe die Gefahr, dass Wahlgrundsätze wie etwa die geheime Abstimmung nicht in dem Maße gewährleistet seien wie im Wahllokal.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zudem sei sie anfälliger für Fehler. Auf dem Postweg könnten Wahlbriefe verspätet ankommen, für die Bezirkswahlämter sei ein solches „Massengeschäft“ problematisch. Auch der Anteil ungültiger Stimmen könnte höher sein.
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